Auch für Leute ohne grünen Daumen

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Archiv für Februar, 2008

29. Februar 2008
Autor: Isabell

Clematis ©Kanko

Ende Februar und Anfang März ist die Zeit, in welcher die Natur langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht und man die ersten Maßnahmen ergreifen muss, um für das Frühjahr gewappnet zu sein.

Als Hobbygärtner muss man jetzt schon dafür sorgen, dass die Bäume Freiräume zum Wachsen besitzen, dass der Rasen sich später als immergrüner Teppich präsentiert und die Blumen in voller Pracht erblühen. Das Thema Obstbäume ist in dieser Hinsicht eine Wissenschaft für sich, denn Obstbäume sollen im Gegensatz zu normalen Laubbäumen eher weniger Laub produzieren, sondern ihre Kraft für die Früchte aufwenden. Dazu sollte man beim Beschneiden der Bäume lieber Apfelbluete pixelio©sawistowskiganze Astpartien entfernen, anstatt mehrerer kleiner Zweige, denn jeder Schnitt bedeutet später einen weiteren Austrieb, womit die Krone weiter zuwächst. Früchte brauchen aber Freiraum und Licht, um optimal Reifen zu können. Durch den geringen Laubwuchs wird die Baumkrone auch besser durchlüftet, wodurch die Früchte nach Regen besser abtrocknen können und nicht verfaulen.

Das Säen von Gemüse oder Blumen im Freien kann ebenfalls schon Anfang März vorgenommen werden, allerdings sollte man beim Kauf der Samen darauf achten, dass es sich hier um Frühblüher und Frühsaaten handelt, die auf Witterungsumstände nicht so empfindlich reagieren. Mittels Folien lassen sich diese Pflanzen auch vor möglichem Frost schützen. Auch die Vorzucht in einemBaumblüte ©kruemmel2 Blumenkübel oder Saatschalen ist zu empfehlen. Ist die entsprechende Blumen oder Gemüsesorte noch nicht zur frühen Aussaat geeignet, kann man diese an einem hellen und kühlen Ort vorziehen, um sie bei angenehmen Temperaturen nach außen zu versetzen.

Besonders sorgsam muss man mit den Sträuchern im Garten umgehen. Man muss darauf achten, ob sie schon Blüten angelegt haben, die man dann entfernen würde. Himbeersträucher sollte man unbedingt nach der Erntezeit zurecht schneiden. Andere wie Rosen, Lavendel oder Clematis können im Frühling dann bearbeitet werden.
Mit diesen einfachen Arbeiten lässt sich der eigene Garten ganz einfach auf das Frühjahr vorbereiten.


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26. Februar 2008
Autor: admin

Die Kirschen aus Nachbars Garten… Ja, die sind die besten und größten in der ganzen Umgebung. Seine Äpfel und Birnen ebenfalls. Gibt es eigentlich keine Alternative zum Obstdiebstahl nebenan, sind doch die eigenen Obstbäume irgendwie verkümmert und - logischerweise - auch das Obst? Ja, die gibt es: Einfach die eigenen Obstbäume beschneiden und schon bald werden diese mit denen aus Nachbars Garten um die Wette wachsen und Früchte tragen.

Obstbaum © flivkr.com/wildwuchs

Obstbäume müssen regelmäßig beschnitten werden, ansonsten wuchert alles unkontrolliert, die Baumkrone wächst zu, wodurch dann Qualität und Menge der Früchte Einiges zu wünschen übrig lassen. Das Beschneiden der Bäume nennt man auch Auslichten.

Der (Hobby-)Gärtner sollte standardmäßig wissen, welche Bäume zu welchem Zeitpunkt auf welche Art beschnitten werden sollen.

Mit dem Beschneiden sollte bereits im November begonnen werden, sofern es sich um ältere Bäume handelt. Jüngeren und jungen Obstbäumen sollte man hingegen erst ab Januar zu Leibe rücken, jedoch nur, wenn das Barometer einen Wert über -4 Grad anzeigt. Der Beschnitt sollte insgesamt zu Ende des Monats März abgeschlossen sein.

Beschnitten werden sollte ein Obstbaum so, dass die Stammspitze die Leitäste, welche alle auf gleiche Höhe zurückzuschneiden sind, überragt. Hierdurch erhalten alle Kronenteile dieselbe Chance, gleich stark auszutreiben. Hierdurch wird gewährleistet, dass Jung und/oder Alt unter den Bäumen in der “Saftwaage” bleiben, wie es unter Fachleuten heißt.

Es ist also keine hohe Kunst erforderlich, sondern höchstens eine hohe Leiter, etwas Grundwissen und eine scharfe Säge oder gute Durchforstungsschere, um dem Baum in der Krone wieder den Platz für weiteres gesundes Wachstum zu schaffen.


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20. Februar 2008
Autor: Isabell

Rhododendron mit rosa Blüten © flickr / Miki James

In einem von vielen deutschen Gärten stand einmal ein Rhododendron. Er war sehr groß und trug viele Blüten, die das Herz der liebend pflegenden Besitzerin erfreuten.
Doch nichts hält ewig und so erkrankte der Busch eines Tages an einer mysteriösen Seuche, die zuerst seine Blüten und im weiteren Verlauf der Krankheit auch die Blätter anzugreifen begann. Das Gewächs befand sich zusätzlich im Schatten zweier großer Bäume. So stellte sich dem Verfasser dieser Zeilen vor einigen Wochen die Aufgabe, den nunmehr toten Rhododendron im Auftrag der trauernden Besitzerin aus dem Erdreich zu entfernen.

Dabei besitzt besagter Schreiber allerhöchstens einen schwach hellgrün gefärbten Daumen, und so freute ihn die Aussage „Rhododendren sind Flachwurzler – das dürfte kein Problem sein“ sehr. Den Spaten schwenkend, begab er sich zur Operationsstelle, wo das Gewächs bereits entfernt worden war und nur noch ein imposanter Strunk von ca. 30 Zentimetern Durchmesser aus dem Boden ragte. Kein Problem, denn: Rhododendren wurzeln flach. Die Wurzeln, die im Zuge der nächsten Stunde mit außerordentlicher Beharrlichkeit jedem Spatenstich trotzten, würden also bald besiegt sein. Erst mit Anbruch der zweiten Stunde kamen dem Recken gegen die Verwurzelung erste Zweifel: War das normal, dass zum Strunk Wurzeln in der Dicke eines Kinderarms hinführten? War knapp ein Meter zwanzig tief eigentlich immer noch „flach“? Mittlerweile türmten sich die Erdhaufen und der Rosenbaumstumpf hatte sich noch keinen Zentimeter bewegt.

Dafür förderte die Grabung andere interessante Dinge zutage: Ein altes Abwasserrohr, ungefähr auf achtzig Zentimetern. Ein Stromkabel, fast senkrecht dazu, unwesentlich tiefer (!), abgedeckt mit in die Erde eingegrabenen Ziegelsteinen (?!). Eine Tonscherbe aus dem alten Rom. Fünfeinhalb Regenwürmer. Und die Erkenntnis, dass in der Erdschicht eines Gartens viel leichter zu graben ist als im darunter folgenden Mix aus Ton und Sand.

Was bis heute nicht erreicht worden ist, ist die Entfernung des Strunks, aber ich arbeite dran.


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7. Februar 2008
Autor: Isabell

Petunien-Feld© Just-Us-3 /flickr.comNichts erfreut das Auge mehr als eine blühende, sommerliche Blumenwiese. Doch nicht jeder Hobbygärtner ist auch mit einem grünen Daumen gesegnet. Noch dazu verschlingt die Gartenarbeit eine Menge Zeit, die man oft nicht hat. Die Beete so zu planen, dass ständig blühende Blumen das Auge erfreuen, erfordert eine gezielte Pflanzenplanung. Das ist für den Laien oft zu schwierig und kompliziert. Fehlkäufe bei Pflanzen gehen ins Geld und sind oft Ursache für Frust und Unlust an der Gartenarbeit. Abhilfe schafft hier die neue Roll´n Grow Blumenmatte, die man über die Home-Shopping-Kanäle erwerben kann.

Gazanie © Flickr.com / Rodrigo Godoy Die Matte ist denkbar einfach zu handhaben und garantiert eine Blumenpracht während der gesamten Gartensaison. Denn sie ist bereits mit Blumensamen ausgestattet, der so ausgewählt ist, dass sich die Blüten zu unterschiedlichen Jahreszeiten entfalten. Die Frühblüher zeigen Bereits im Juni ihre Knospen, während die letzten noch bis in den Herbst hinein den Garten zum Blickfang machen. Eine mühsame Gartenplanung ist also nicht mehr notwendig.
Roll´n Grow ist auch für den Anfänger super leicht zu benutzen, denn man lockert einfach die oberste Schicht Erde auf und rollt die Matte darauf aus. Dann muss nur noch gegossen werden, alles andere ist schon gerichtet. Die Matte enthält neben den Blumensamen besondere Nährstoffe, die ein gutes und üppiges Wachstum garantieren. Sie ist selbstverständlich vollkommen biologisch abbaubar. Und das Beste: man kann sie sogar zurechtschneiden, um damit knifflige Ecken oder einzeln stehende Blumenkübel zu bepflanzen. Einfacher geht es schon nicht mehr.

Die Matte beinhaltet 2.000 Samen von insgesamt 22 Blumenarten sowie speziellen Dünger für monatelange Blumenpracht um so den Garten oder Balkon mit nur wenigen Handgriffen in ein Blumenmeer zu verwandeln.


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5. Februar 2008
Autor: Isabell

Kaum ist es ein paar Tage schön, kommen sie aus dem Nichts, um unsere liebsten Pflanzen zu bevölkern: Blattläuse. Der Kampf gegen sie gleicht einem Kampf gegen Windmühlen. Grundsätzlich soll hier gesagt sein, dass gesunde, kräftige Rosen mit einer kleineren Blattlausinvasion ganz gut selbst zurechtkommen. Das gilt vor allem für größere Rosenhecken im Garten. In Terrassennähe und an Topfrosen sind die Läuse allerdings auch eine ästhetische Belästigung.

Rotweisse Rose © Flickr / tinyfroglet

Eine erste einfache Maßnahme und meines Erachtens sehr effektiv, ist das Abspritzen der Pflanzen mit einem scharfen Wasserstrahl. Diese Prozedur sollte man möglichst einige Male wiederholen, sofern die Pflanze es verträgt. Bei stärkerem Befall empfiehlt sich auch eine Lauge aus Wasser und Kernseife, mit der man die befallenen Triebe abwäscht. Das ist zwar etwas mühsam, aber hilft auf Dauer sehr gut. Manch einer schwört darauf, zu dieser Mischung noch Alkohol oder Essig hinzuzugeben und die Rosen damit zu besprühen.

Wem dies zu aufwändig ist, der kann sich auch im Handel ein Mittel zur Blattlausbekämpfung besorgen. Hierbei sind solche Produkte vorzuziehen, die Bienen und andere nützliche Insekten nicht gefährden. Einfach in der Anwendung ist zum Beispiel ein Rosenpflaster, welches -einmal an die Triebe geklebt- eine Substanz freigibt, die von der Rose aufgenommen und zu den saugenden Blattläusen transportiert wird.

Der Einsatz von Insektiziden ist guten Gewissens nicht wirklich zu empfehlen. Sehr viel charmanter ist da die Waffe der Natur und der Blattlauskiller schlechthin: der Marienkäfer. Da auch seine Larven Unmengen von Läusen vertilgen, ist es sinnvoll, sich über deren Aussehen im Larvenstadium zu informieren. Nicht, dass man am Ende gar gegen die vermeintlichen “Schädlinge” vorgeht.

Welche Waffe man im Kampf gegen die Blattlaus auch wählt: Ausdauer ist auf jeden Fall von Vorteil. Die Rosen danken es uns mit ihren schönsten Blüten.


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3. Februar 2008
Autor: Isabell

Koiteich © flickr / befickDer Bau eines Koiteiches erfordert ganz andere Denkansätze als ein naturnah angelegter Gartenteich.
Besonderes Augenmerk gilt der Planung, um das natürliche Gleichgewicht - besonders in einem Koiteich - zu erhalten, da die ständige künstliche Belastung, wie beispielsweise zu hohe Futtergaben, das natürliche Gleichgewicht schnell durcheinander bringt.

Zuerst wird die Planung in einer Skizze festgehalten und anschließend der Umriss des Teichs an der entsprechenden Stelle im Garten markiert. Dann schlägt man Pflöcke (zum Beispiel Dachlatten) im Abstand von ca. einem Meter auf der Umrisslinie entlang in den Boden. Anschließend wird die Höhe mittels einer Schlauchwaage ausgemessen und an den Pflöcken markiert.

Vor Baubeginn sollte man sich über die Art des verwendeten Materials im Klaren sein. Die stabilste und dauerhafteste Methode ist der gemauerte oder betonierte Fischteich. Diese Bauart hat sich vor allem im Herkunftsland des Koi-Karpfens - Japan - durchgesetzt.

Die ideale Teichtiefe liegt bei 1,80 - 2,00 Meter. Beim Ausheben der Grube sollte auch gleich die Vertiefung für den Filters (je nach Filtergröße) berücksichtigt werden. Anschließend werden Stahlbaustäbe an der zukünftigen Teichwand entlang in den Boden getrieben. Sie dienen zur Verstärkung der Wände und stabile Verbindung zur Bodenplatte. Nun verlegt man die Bodenabläufe. Ihre Enden sind später die tiefsten Stellen des Teiches. Dann erfolgt das Gießen der Bodenplatte mit wasserfestem Beton.
Ist dieser getrocknet, kann mit dem Mauern der Teichwände begonnen werden. Anschließend wird der Raum zwischen Erdreich und Mauer mit Rollkies aufgefüllt. Beim Verlegen der Rohrleitungen ist wichtig, dass mindestens ein Rohr über und eines unter der Wasseroberfläche endet, aus Gründen der Sauerstoffzufuhr (auch im Winter). Nun wird die Teichwand verputzt und nach Trocknung mit einer Bitumen-Latex-Emulsion wasserdicht gestrichen.

Nun ist die Zeit für das Gestalten um den Teich herum und die Befüllung gekommen.


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