Der Bauerngarten ist ein Idyll ländlicher Kultur. Doch früher hatte der Bauerngarten einen ganz pragmatischen Sinn, der im Laufe der Jahre immer wieder geändert und kultiviert wurde. Heute ist das Äquivalent der Schrebergarten.

Noch vor der industriellen Revolution wurde der Bauerngarten von vielen Bauern angelegt, um andere Nutzpflanzen zu züchten, die für den täglichen Gebrauch waren. Dabei handelte es sich um kleinere Erträge, die von der Familie direkt verspeist wurden.


Nutz- aber auch Zierpflanzen können sich im Bauerngarten frei entwickeln.

Aber vor allem Nahrungsmittel, die normalerweise nicht bestellt wurden. Diese Idee der Sonderbewirtschaftung machten sich im Laufe der Zeit etliche Bürger zu Nutzen. Darunter auch Apotheker zur Züchtung von Heilkräutern, aber auch Handwerker, die sich andere Nutzpflanzen züchteten.

Etwas verklärt schaffte es der Bauerngarten zu dem Idyll das es heute vermittelt, das auch dem Motto „Raus auf’s Land“ am Anfang des 20. Jahrhunderts geschuldet war. So entstanden auch die Schrebergärten.

Im Zuge der Bio-Ethik unserer Tage werden diese Gärten wieder en vogue. Ein kleines Stückchen Land zu bearbeiten ist den Menschen in den Jahr-Millionen wohl in Fleisch und Blut übergegangen. Soziale Stände spielen hierbei kaum eine Rolle. So ist der Glaser in Berlin genauso begeistert von der Aufzucht eigener Tomaten wie der Professor.

Beim Gartenbau eines Bauerngartens lassen sich Nutzpflanzen anbauen, die durch ihre bunte Mischung bietet der Bauerngarten Lebensraum für das Pflanzen und Insekten, die durch die Monokultivierung unserer Landschaft kaum noch Rückzugsgebiete haben.