Passt Baumwolle als Zierpflanze ins Wohnzimmer? Die Baumwollpflanze aus der Familie der Malvengewächse ist den Menschen schon seit Jahrtausenden als Nutzpflanze bekannt. Doch auch als Zierpflanze wird sie immer beliebter, bringt sie doch einen Hauch Exotik ins Haus.

 

Die Baumwolle ist eine recht kurzlebige Pflanze. Es gibt zwar auch ausdauernde Arten, meist bekommt man hierzulande aber die Samen der einjährigen Arten. In einer einzigen Saison entwickeln sich diese vom Keimling zur erwachsenen Pflanze, die im Topf eine Höhe von 40 bis 70 Zentimetern erreicht und noch im selben Jahr blüht und Früchte trägt. Vor allem mit den weißen Faserbüscheln, die sich zeigen, wenn die reifen Samenkapseln aufbrechen, ist die Baumwolle ein echter Hingucker inmitten der üblichen Blumen auf der Fensterbank.

Baumwolle als Zimmerpflanze: Anzucht

Jungpflanzen bekommt man im gut sortierten Gartenfachhandel, doch man kann die Samen auch selbst aussäen. Dies sollte idealerweise schon im Januar oder Februar geschehen. Die Samen werden etwa einen Zentimeter tief in die Erde eingebracht, die als Nährboden eine Temperatur von etwa 18-20° und einen nicht zu hohen Säuregehalt haben sollte. Ein warmer, sonniger Platz ist also wichtig für die erfolgreiche Keimung, ebenso wie ein regelmäßiges Wässern der Erde, die nicht austrocknen darf. Die Keimlinge zeigen sich schon wenige Tage nach der Aussaat.

Baumwolle als Zimmerpflanze: Standort und Pflege

Der helle, sonnige Platz ist auch für die wachsende Pflanze der ideale Standort. Sobald sich jedoch Früchte ausbilden, sollte sie nicht mehr direkt in der Sonne stehen. Im Freien fühlt die Baumwolle sich an wind- und regengeschützen Plätzen wohl, da sie jedoch sehr frostempfindlich ist, sollte sie erst in den warmen Monaten nach draußen gebracht werden. Etwa vier Wochen nach der Aussaat und dann mindestens vierzehntägig düngt man die Erde mit einem organischen Dünger. Mineraldünger sind nur in äußerst geringem Maße zu empfehlen, da die Baumwolle keinen zu hohen Salzgehalt verträgt.

Ausreichende Wässerung ist das A und O, wobei während der Blütezeit der Wasserbedarf der Pflanze sinkt. Die Erde darf nicht trocken werden, jedoch müssen Sie darauf achten, dass sich das Wasser nicht im Topf staut, da die empfindlichen Wurzeln nicht gern permanent im Nassen liegen. Anfällig ist die Baumwolle auch für Spinnmilben und andere Schädlinge, besonders wenn der Standort zu trocken und warm ist. Sogenannte Pflanzenschutzzäpfchen können hier vorbeugen, bei akutem Befall helfen aber wahrscheinlich nur noch spezielle Spritzmittel.