Auch für Leute ohne grünen Daumen

Bäume & Blumen

26. Februar 2008
Autor: admin

Die Kirschen aus Nachbars Garten… Ja, die sind die besten und größten in der ganzen Umgebung. Seine Äpfel und Birnen ebenfalls. Gibt es eigentlich keine Alternative zum Obstdiebstahl nebenan, sind doch die eigenen Obstbäume irgendwie verkümmert und – logischerweise – auch das Obst? Ja, die gibt es: Einfach die eigenen Obstbäume beschneiden und schon bald werden diese mit denen aus Nachbars Garten um die Wette wachsen und Früchte tragen.

Obstbaum © flivkr.com/wildwuchs

Obstbäume müssen regelmäßig beschnitten werden, ansonsten wuchert alles unkontrolliert, die Baumkrone wächst zu, wodurch dann Qualität und Menge der Früchte Einiges zu wünschen übrig lassen. Das Beschneiden der Bäume nennt man auch Auslichten.

Der (Hobby-)Gärtner sollte standardmäßig wissen, welche Bäume zu welchem Zeitpunkt auf welche Art beschnitten werden sollen.

Mit dem Beschneiden sollte bereits im November begonnen werden, sofern es sich um ältere Bäume handelt. Jüngeren und jungen Obstbäumen sollte man hingegen erst ab Januar zu Leibe rücken, jedoch nur, wenn das Barometer einen Wert über -4 Grad anzeigt. Der Beschnitt sollte insgesamt zu Ende des Monats März abgeschlossen sein.

Beschnitten werden sollte ein Obstbaum so, dass die Stammspitze die Leitäste, welche alle auf gleiche Höhe zurückzuschneiden sind, überragt. Hierdurch erhalten alle Kronenteile dieselbe Chance, gleich stark auszutreiben. Hierdurch wird gewährleistet, dass Jung und/oder Alt unter den Bäumen in der “Saftwaage” bleiben, wie es unter Fachleuten heißt.

Es ist also keine hohe Kunst erforderlich, sondern höchstens eine hohe Leiter, etwas Grundwissen und eine scharfe Säge oder gute Durchforstungsschere, um dem Baum in der Krone wieder den Platz für weiteres gesundes Wachstum zu schaffen.


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20. Februar 2008
Autor: Isabell

Rhododendron mit rosa Blüten © flickr / Miki James

In einem von vielen deutschen Gärten stand einmal ein Rhododendron. Er war sehr groß und trug viele Blüten, die das Herz der liebend pflegenden Besitzerin erfreuten.
Doch nichts hält ewig und so erkrankte der Busch eines Tages an einer mysteriösen Seuche, die zuerst seine Blüten und im weiteren Verlauf der Krankheit auch die Blätter anzugreifen begann. Das Gewächs befand sich zusätzlich im Schatten zweier großer Bäume. So stellte sich dem Verfasser dieser Zeilen vor einigen Wochen die Aufgabe, den nunmehr toten Rhododendron im Auftrag der trauernden Besitzerin aus dem Erdreich zu entfernen.

Dabei besitzt besagter Schreiber allerhöchstens einen schwach hellgrün gefärbten Daumen, und so freute ihn die Aussage „Rhododendren sind Flachwurzler – das dürfte kein Problem sein“ sehr. Den Spaten schwenkend, begab er sich zur Operationsstelle, wo das Gewächs bereits entfernt worden war und nur noch ein imposanter Strunk von ca. 30 Zentimetern Durchmesser aus dem Boden ragte. Kein Problem, denn: Rhododendren wurzeln flach. Die Wurzeln, die im Zuge der nächsten Stunde mit außerordentlicher Beharrlichkeit jedem Spatenstich trotzten, würden also bald besiegt sein. Erst mit Anbruch der zweiten Stunde kamen dem Recken gegen die Verwurzelung erste Zweifel: War das normal, dass zum Strunk Wurzeln in der Dicke eines Kinderarms hinführten? War knapp ein Meter zwanzig tief eigentlich immer noch „flach“? Mittlerweile türmten sich die Erdhaufen und der Rosenbaumstumpf hatte sich noch keinen Zentimeter bewegt.

Dafür förderte die Grabung andere interessante Dinge zutage: Ein altes Abwasserrohr, ungefähr auf achtzig Zentimetern. Ein Stromkabel, fast senkrecht dazu, unwesentlich tiefer (!), abgedeckt mit in die Erde eingegrabenen Ziegelsteinen (?!). Eine Tonscherbe aus dem alten Rom. Fünfeinhalb Regenwürmer. Und die Erkenntnis, dass in der Erdschicht eines Gartens viel leichter zu graben ist als im darunter folgenden Mix aus Ton und Sand.

Was bis heute nicht erreicht worden ist, ist die Entfernung des Strunks, aber ich arbeite dran.


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5. Februar 2008
Autor: Isabell

Kaum ist es ein paar Tage schön, kommen sie aus dem Nichts, um unsere liebsten Pflanzen zu bevölkern: Blattläuse. Der Kampf gegen sie gleicht einem Kampf gegen Windmühlen. Grundsätzlich soll hier gesagt sein, dass gesunde, kräftige Rosen mit einer kleineren Blattlausinvasion ganz gut selbst zurechtkommen. Das gilt vor allem für größere Rosenhecken im Garten. In Terrassennähe und an Topfrosen sind die Läuse allerdings auch eine ästhetische Belästigung.

Rotweisse Rose © Flickr / tinyfroglet

Eine erste einfache Maßnahme und meines Erachtens sehr effektiv, ist das Abspritzen der Pflanzen mit einem scharfen Wasserstrahl. Diese Prozedur sollte man möglichst einige Male wiederholen, sofern die Pflanze es verträgt. Bei stärkerem Befall empfiehlt sich auch eine Lauge aus Wasser und Kernseife, mit der man die befallenen Triebe abwäscht. Das ist zwar etwas mühsam, aber hilft auf Dauer sehr gut. Manch einer schwört darauf, zu dieser Mischung noch Alkohol oder Essig hinzuzugeben und die Rosen damit zu besprühen.

Wem dies zu aufwändig ist, der kann sich auch im Handel ein Mittel zur Blattlausbekämpfung besorgen. Hierbei sind solche Produkte vorzuziehen, die Bienen und andere nützliche Insekten nicht gefährden. Einfach in der Anwendung ist zum Beispiel ein Rosenpflaster, welches -einmal an die Triebe geklebt- eine Substanz freigibt, die von der Rose aufgenommen und zu den saugenden Blattläusen transportiert wird.

Der Einsatz von Insektiziden ist guten Gewissens nicht wirklich zu empfehlen. Sehr viel charmanter ist da die Waffe der Natur und der Blattlauskiller schlechthin: der Marienkäfer. Da auch seine Larven Unmengen von Läusen vertilgen, ist es sinnvoll, sich über deren Aussehen im Larvenstadium zu informieren. Nicht, dass man am Ende gar gegen die vermeintlichen “Schädlinge” vorgeht.

Welche Waffe man im Kampf gegen die Blattlaus auch wählt: Ausdauer ist auf jeden Fall von Vorteil. Die Rosen danken es uns mit ihren schönsten Blüten.


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