Alpenveilchen in den verschiedensten Farben erfreuen unser Gemüt bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt als blühendes Schmankrl im Garten. Andere Arten wie die Cyclamen persicum sind reine Zimmeralpenveilchen.

 

Cyclamen hederifolium – Herbstalpenveilchen, ist in unseren Gärten am häufigsten anzutreffen. Diese Alpenveilchen können in Deutschland im Winter im Freiland kultiviert werden. Die Blüte des Herbstalpenveilchens dauert von September bis zum ersten Frost. Die Knolle verbleibt in der Erde völlig unbeschadet und treibt im Frühjahr wieder neue Blätter.

Die Sorte Cyclamen coum blüht dagegen im Vorfrühling. Bei uns ist das im Februar. Die farbenfrohen Knospen durchbrechen bei den ersten Sonnenstrahlen die geschlossene Schneedecke und erfreuen uns mit weißen bis zart rosa Blüten. Von diesem Vorfrühlingsalpenveilchen stammen übrigens alle unsere Zimmeralpenveilchen ab. Cyclamen Coum sollten nur in Gebieten mit einem gemäßigten Winter ins Freiland gesetzt werden. Bei starkem Frost kann man sie durch abdecken oder durch die Unterbringung im Kalthaus vor Erfrierung schützen. Ein anders Gartenalpenveilchen ist die Sorte Cyclamen persicum. Diese Züchtung soll in Mitteleuropa winterhart sein. Beim Pflanzen darf die Knolle der persicum nicht vollständig mit Erde bedeckt sein. Ungefähr 1cm sollte sie über die Oberfläche hinausragen.

 

Pflege und Vermehrung

Alle Alpenveilchen lieben einen kalkhaltigen Boden. Sie mögen den Halbschatten, so ist die Unterbringung an der Nordseite oder unter Bäumen und anderem Gehölz sinnvoll. Staunässe ist ebenso zu vermeiden wie starke Trockenheit. Wird die Erde im Frühjahr gemulcht oder mit Humus angereichert, dann entfällt fürs ganze Jahr das Düngen.

Die leichteste Vermehrung erfolgt meistens durch Selbstaussaat. Bei der gezielten Aussaat werden die reifen Kapseln im Sommer abgenommen. Bevor die Samen in den Boden gebracht werden, sollten die Kapsel ein paar Tage getrocknet werden. Alpenveilchen sind Dunkelkeimer. Deshalb werden die Samen mit Erde bedeckt und bei ca. 15°C für 2 Monate zum Keimen gestellt. Das geschieht in der Regel im Kalthaus. Erst nach 2-3 Jahren ist mit der ersten Blüte zu rechnen. Ein großer Fehler ist der Gedanke die Knolle durch Teilung vermehren zu wollen. Die Pflanze geht in jedem Fall ein.

 

Tipp:

Alpenveilchen sind oft als Schnittblumen in unseren Wohnzimmern anzutreffen. Auch hier sollten sie zur Nacht kühl gestellt werden. Das danken sie mit einer längeren Blüte.

Im Freiland kann der Gartenboden unter Umständen durch herabfallende Nadeln stark versauert sein. Ein Alpenveilchen würde hier eingehen. In diesem Fall hilft kalken oder das Pflanzen einer anderen Art, das Märzveilchen.

 

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Botanische Gärten Finnlands
Botanischer Garteten der Unuversität von Helsinki
www.fmnh.helsinki.fi/englis/botanicgarden/

Botanischer Garten der Universität von Oulu
www.oulu.fi/botgarden/

 

Weiterführende Links
Pflanzen im Winter – Alpenveilchen
www.hausgarten.net

Alpenveilchen (Cyclamen persicum): Pflege & Vermehrung
www.diegruenewelt.de