Wer in den nächsten Wochen aufmerksam durch die heimischen Wälder spazieren geht, wird die kleinen, weißen Blüte kaum übersehen. Denn gerade im Frühjahr breiten sich ganze Teppiche des Buschwindröschen aus und die kleinen Blüten leuchten zu Hunderten aus den grünen Blättern.

Aber das Buschwindröschen (Anemone nemorosa- giftig!) ist keine Pflanze wie man sie aus heimischen Gärten kennt, es gehört zu den Staudengewächsen und somit zu den Hahnenfußgewächsen. Bienen und Fliegen haben ein leichtes, das Buschwindröschens zu bestäuben, dennoch sind für die Verbreitung der Samen Ameisen zuständig.

Trotzdem braucht es die eigentlich nicht, denn die im Boden wachsenden Wurzelstöcke sorgen ebenso für die Verbreitung der Pflanze. Ihren Namen hat die Pflanze wohl trotzdem daher, dass ihre Blütenblätter leicht vom Wind abgerissen und fortgetragen werden.

Gleichzeitig dienen die Wurzelstöcke des Buschwindröschen als Vorratskammern, welche nach der Blüte leer sind. Den ganzen Sommer über wachsen die Wurzelstöcke unter der Erde weiter und sammeln Kraft, in dem sie dort Nährstoffe aufnehmen.

So sammelt das Buschwindröschen die Kräfte fürs nächste Frühjahr um uns wieder mit ihrem Blütenmeer zu erstaunen.

Allerdings muss sie sich dazu beeilen, denn haben die Bäume erstmal ihre Laubgeflecht entwickelt, kriegt das bodennahe Buschwindröschen nicht mehr ausreichend Licht ab, kann demzufolge nicht blühen und samen ausbilden.  fällt kein Licht mehr auf den Waldboden – und ohne Licht kann auch das Busch-Windröschen nicht blühen und Samen ausbilden.

Die schlichte Schönheit des Buschwindröschen kann aber auch ein wenig täuschen, denn sie ist nicht ungiftig.

Im frischen Zustand besitzt sie Protoanemonin, ein Stoff der sehr giftig sein kann, wenn der Saft der Pflanze auf die Haut gelangt. Es kann zu Reizungen und Entzündungen kommen. Auch das versehentliche Schlucken des Protoanemonin kann zu organischen Schäden führen, neben Magen-Darm Reizungen, Erbrechen & Durchfall kann es bis hin zur akuten Nierenentzündungen führen.