Bei der Engelstrompete ist der Name Programm. Die Zierpflanze besticht mit ihren auffälligen Blüten, die in strahlendem Weiß, sonnigem Gelb oder zartem Apricot bis Rosa daherkommen und die aussehen, als würden jeden Augenblick himmlische Klänge aus ihnen erschallten.

Die Engelstrompete, Brugmansia, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und kommt ursprünglich aus verschiedenen Regionen des südamerikanischen Kontinents. Sie ist eine wahre Augenweide in jedem Ziergarten, doch da sie giftig ist, sollte sie so gepflanzt werden, dass sie von Kindern nicht zu erreichen ist. Bis zu fünf Meter hoch können die Sträucher oder kleinen Bäume der verschiedenen Arten werden, die Engelstrompete ist daher eher für geräumige Gärten geeignet. Es gibt allerdings auch kleinwüchsige Arten, die sich im ausreichend geräumigen Pflanzenkübel ziehen lassen.

Anpflanzen und Pflegen der Engelstrompete

Ausreichend groß ist dabei das wichtigste Stichwort, denn Engelstrompeten reagieren auf zu enge Pflanzenkübel, in denen ihre Wurzeln sich nicht genügend ausbreiten können, schnell mit hängenden Blättern. Bei der Auswahl eines geeigneten Gefäßes sollte man außerdem auf dessen Standfestigkeit achten, da die ausladenden Engelstrompeten viel Angriffsfläche für Wind bieten. Experten empfehlen außerdem Kunststofftöpfe, da die feinen Wurzeln des Nachtschattengewächses sich durchaus in die poröse Struktur eines Tontopfes hineingraben können.

Als Standort empfiehlt sich ein windgeschützter, für neugesetzte oder umgetopfte Pflanzen außerdem ein überwiegend schattiger Platz. Das wichtigset bei der Pflege ist jedoch die ausreichende Versorgung mit Wasser, denn Engelstrompeten verdunsten extrem viel Flüssigkeit und haben entsprechend oft Nachholbedarf. Im Sommer müssen die Pflanzen demnach täglich ausreichend gewässert werden, ein gutes Abzugssystem am Boden des Pflanzenkübels, das überschüssiges Wasser aufnimmt, macht diese Arbeit sehr viel leichter. Und schließlich haben Engelstrompeten auch einen recht hohen Nährstoffbedarf, ein Langzeitdünger sorgt hier für eine adäquate Versorgung.

Die Engelstrompete: Rückschnitt und Überwintern

Ein Rückschnitt ist dann nötig, wenn die Pflanzen im Winter ausgetrieben haben. Die zu dieser Jahreszeit gebildeten Triebe sind schwach und klein und sollten im Frühjahr zurückgeschnitten werden, bis nur noch ein oder zwei Blätter stehen bleiben. Im Herbst kann man die Zweige außerdem kürzen, damit sie beim Überwintern im Haus weniger Platz einnehmen. Dabei sollte jedoch an jedem Trieb mindestens eines der asymmetrischen Blätter, die jene Zweige kennzeichnen, die Blüten tragen können, stehen bleiben.

Für die kalten Wintermonate empfiehlt sich ein heller Platz wie ein Wintergarten, an dem die Pflanzen zwar geschützt, aber nicht versteckt sind. Hier sollten idealerweise wenigstens 10°C, maximal 15°C herrschen, der Wasserbedarf der Engelstrompete sinkt unter diesen Bedingungen beträchtlich, denn nun müssen die Wurzeln nur noch vor dem Austrocknen bewahrt werden. Dafür verliert die Pflanze viele Blätter, treibt jedoch im Frühjahr wieder umso heftiger aus. Ansonsten muss man nur darauf achten, dass die Engelstrompete nicht von Ungeziefer befallen wird, dann hat man lange Freude an diesem auffälligen Gewächs.