Die Gründe sind vielfältig, warum sich Menschen mit der Pilzzucht beschäftigen. Ob aus kulinarischen, wissenschaftlichen oder rituellen Gründen. Spaß macht sie, die Pilzzucht.

Außerdem gibt es einige vernünftige Gründe Pilze nicht mehr nur im Wald zu sammeln. Erstmal kann man sich bei Eigenzüchtungen sicher sein, dass sie essbar sind, denn essbare Pilze sind mancherorts selben geworden und man weiß, dass die Pilze nicht belastet sind und somit keine Erkrankungen auslösen.

Es gibt unterschiedliche Arten, Pilze anzubauen und zu züchten. Hier und heute möchte ich nur darauf eingehen, wie Pilze auf losem Holzbodensubstrat (besser bekannt als Rindenmulch) angebaut werden. Da den meisten Lesern hier die Gartenarbeit und Gartenpflege sowieso Spaß macht (nehme doch ich an?), wäre vielleicht die Pilzzucht auch mal eine interessante Angelegenheit.

Pilzzucht auf losem Holzsubstrat/Rindenmulch

Man braucht Rindenmulch, den es in jedem Garten- oder Baumarkt gibt, und Dübelbrut. Es können auch andere Holzarten verwendet werden, doch Rindenmulch hat den Vorteil, dass kaum Fremdkeime diesen Nährboden besiedeln.

Idealerweise erfolgt die Anlage der Kultur bei feuchtwarmen Wetter im Frühling, Herbst und Winter sind eher ungeeignet. Wählen sie einen schattigen Platz im Garten, wie etwa unter Bäumen, und heben sie den Boden  ca. 15 cm tief aus – die Größe legen sie natürlich selbst fest.

Erst einmal wird die Vertiefung bis zur Hälfte mit dem Mulch gefüllt und verteilt anschließend werden die Dübel gleichmässig auf dieser Fläche verteilt.

Generelle Regel: Je mehr Dübel, desto besser (alle 10 cm 1 Stück).

Nun wird die Grube mit dem restlichen Mulch aufgefüllt. Um ein feuchtes Klima zu gewährleisten, kann man die Kultur noch mit einer weiteren Schicht Erde abdecken. Auch ein Überwuchs mit Gras ist möglich. Ist es im Sommer sehr trocken, ist gelegentliches Wässern natürlich von Vorteil.

Je nach Art der Pilze und der Witterung können sie schon im kommenden Herbst mit Pilzwuchs rechnen.