Aus der Familie der Mottenschildläuse stammen verschiedene Läuse, die als weiße Fliege bezeichnet werden. Die Gewächshaus-Weiße Fliege oder auch Trialeurodes vaporariorum ist eine Weiße Fliege die hier beispielhaft betrachtet werden soll. Sie ist nur ihrem Namen nach eine Fliege.

Diese Fliegen, Läuse, mit einer Körperlänge von 1,5 Millimetern haben einen hellgelblichen Körper. Dieselbe Farbe besitzen die Flügel, die den Hinterleib in Ruhestellung bedecken. Sie sind mit weißem Wachs überzogen. An einer Drüse am Hinterleib wird das Wachs ausgeschieden. Mit 5 Millimetern Spannweite sind die weißen Vorderflügel sehr groß und dominieren die Gestalt der Läuse. Ihrem Äußeren nach sind sie eher Fliegen oder kleinen Schmetterlingen zuzuordnen. Die Flügeladerung ist kaum noch vorhanden. Die Sprungmuskulatur der Hinterbeine ist stark ausgebildet.

Die ursprünglich aus Mittelamerika stammende Fliege wurde 1848 nach Europa eingeschleppt. Wegen ihrer Temperaturempfindlichkeit, sie vertragen nur begrenzt Temperaturen unter 0°C, sind die Läuse in Europa eigentlich nur in Gewächshäusern oder in Wohnungen anzutreffen. Außerhalb dieser Räume sind sie kaum überlebensfähig.

In unserer heimischen Umgebung befallen sie meist Gemüse- und Zierpflanzen in beheizten Räumen. Die weiße Fliege wird als Schädling eingestuft. Seine Schadwirkung zeichnet sich durch die Absonderung von Honigtau aus. Dieser beginnt bei hohen Temperaturen und bei hoher Luftfeuchtigkeit an zu schimmeln, es treten also Pflanzenkrankheiten auf. Pflanzensaft, wie bei anderen Lausarten entnimmt diese Mottenschildlaus nicht.

Sowohl Spritzmittel als auch biologische Mittel werden gegen diese Fliege zur Bekämpfung eingesetzt. Mittel zur biologische Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern sind Schlupfwespen, insbesondere die Erzwespe Encarsia formosa. Sie legen als Parasiten ihre Eier in den Eiern der Weißen Fliege ab. Die Eier der Laus werden schwarz. Aus diesen Eiern schlüpfen neue Schlupfwespen, die dann ihrerseits wieder neue Fliegeneier mit ihren Eiern befallen. Bei Topfpflanzen geschieht die Schädlingsbekämpfung anders. Man steckt einen Lockstoff- Sticker in die Nähe der befallenen Pflanze. Die Läuse werden angelockt und bleiben am Sticker kleben. Im Gewächshaus würde das dem Anbringen von Gelbtafeln entsprechen Die Fliegen bleiben ebenfalls daran kleben. Eine weitere biologische Möglichkeit die Laus zu bekämpfen wäre das mehrmalige wöchentliche Aufsprühen von Rapsöl oder Neem.