Die optimale Zeit für die Düngung des Bodens ist normalerweise der Herbst. Versäumtes Düngen kann man jedoch im Frühjahr nachholen, Blühpflanzen benötigen oft wöchentliche Düngergaben.

Natürliche Düngung – Gründüngung

Die Natur regelt die Düngung im Idealfall aus eigener Kraft. D.h. durch das Verrotten der vergangenen oberirdischen Pflanzenteile wird der Boden wieder mit neuen Nährstoffen angereichert. Im Garten erreicht man diesen Effekt durch Gründüngung. Stickstoffanreichernde Pflanzen wie z.B. Klee werden im Spätsommer gesät und dann später untergegraben. Diese Pflanzen verrotten und bilden die Grundlage für den Nährstoffbedarf späterer Kulturen.

Düngung mit Kompost und Jauche

Weitere Möglichkeiten natürlichen Dünger in den Boden zu bringen sind Kompost und Jauche. Der Kompost, das sind Abfälle aus Garten und Küche. Zu beachten ist, dass immer trockene auf feuchte Pflanzenreste übereinander geschichtet werden müssen. Sonst droht durch mangelnde Austrocknung Fäulnis oder Schimmelpilz im Kompost. In beiden Fällen wird der Dünger unbrauchbar, weil er mit Krankheitserregern, die später die Pflanzen befallen, verseucht ist. Abgemähter Rasen gehört übrigens nicht auf den Kompost. Der Rasen ist zu feucht, es besteht die Gefahr der Fäulnisbildung. Durch Verrotten der Pflanzen- und Küchenabfälle auf dem Komposthaufen entsteht unter starker Wärmeentwicklung wertvoller Humus. Humus ist ein wertvoller natürlicher Pflanzendünger. Dieser sollte vor der Bestellung in den Boden gebracht werden. Jauche erhält man, indem man Stalldung mit Wasser vermischt. Diese Mischung kann dann auf den Boden gesprüht werden. Leider ist diese Variante des Düngens sehr geruchsintensiv und daher nur für den ländlichen Raum geeignet. Mit Humus lässt sich auch der Rasen nach dem vertikutieren düngen. Der Rasen ist gut belüftet, die entstandenen Auflockerungen können mit frischem Humus aufgefüllt werden.

Künstlicher Dünger aus dem Baumarkt

Ganz ohne eigenen Arbeitsaufwand erhält man künstlichen Dünger in jedem Baumarkt. Das sind Flüssigkeiten, Pulver oder Stäbchen. Sie enthalten speziell für die jeweilige Pflanzenart zusammengemischte Nährstoffkombinationen und lassen sich sehr genau nach Gebrauchsanweisung dosieren.

Solche Dünger gibt es für alle Anwendungsgebiete. Sie sind besonders gut geeignet wenn unsere Stauden in der Vegetationsperiode regelmäßige Düngergaben benötigen. Auch Spezialdünger für die Rosen ist in dieser Form erhältlich. Künstlicher Dünger ist für alle Topf- und Kübelpflanzen zu verwenden.

Tipp Kräuterdüngung

Beim Anbau von Heil- und Küchenkräutern kommt es auf Geschmack und die Wirksamkeit der ätherischen Öle an. In Hinblick auf diese beiden Eigenschaften und zur besseren Verträglichkeit ist zur Düngung von Kräutern Humus oder Gründünger zu empfehlen.

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Weiterführende Links
Kräuter Düngen (Forum)
www.mein-schoener-garten.de

Obst und Gemüse Düngen | Bio Dünger
www.bio-duenger.net

Einen Kompost anlegen – so wirds gemacht! – Hausgarten.net
www.hausgarten.net

Literatur
Kompostieren und Düngen im naturnahen Garten
Autor: Monika Biermaier, Ilse Wrbka-Fuchsig
Preis: 10,95 € versandkostenfrei
ISBN-10: 3704021571
www.weltbild.de

Kompost im Garten
Autor: Krafft von Heynitz
Preis: 9,90 € versandkostenfrei
ISBN-10: 3800169126
www.weltbild.de

Gärtnertricks aus alter Zeit
Autor: Andrea Kern
Preis: 7,95 € versandkostenfrei ab 20€ Bestellwert
ISBN: 3405157641
www.weiland.de

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