Seit langem bekannt, zum Würzen oder zum Heilen sind unter den Gärtnern die Kräuter. Wie werden sie nun richtig geerntet und konserviert. Jede Hausfrau hat da wohl ihr eigenes Rezept.

Kräuter zum Würzen kennt eigentlich jeder. Wer hat zu Hause keine Petersilie, keinen Schnittlauch, Thymian, Kerbel oder Rosmarin. In einfachster Form werden diese Gewürzkräuter im Blumentopf oder im Blumenkasten, auf dem Balkon oder vorm Fenster gehalten. Wie Pflege ich nun meine Kräuter richtig, wie ernte und konserviere ich so, dass sie immer würzig und frisch schmecken.

Ein Tipp vornweg, man erntet nie alles ab und vor allem ist bei der Kräuterernte die pralle Mittagssonne zu vermeiden.

Die beste Zeit für den Schnitt ist am frühen Vormittag, wenn die Blätter schon getrocknet sind. Das Laub darf auf gar keinen Fall feucht sein, sonst droht es zu schimmeln und zu faulen. Ist das Grün schmutzig, so ist es mit der Gießkanne am Vortag abzusprühen. Ein anderer Weg ist es den Schmutz einfach abzuschütteln. Der Tag der Ernte sollte sonnig sein.

Zum Würzen können sowohl frische als auch getrocknete Blätter verwendet werden. Nichts eignet sich jedoch besser als die frische Ernte. Für einen richtigen Genuss beim Essen erntet man die Kräuter am Tag der Verarbeitung. Je nach Wuchsform werden die Kräuter von außen nach innen geschnitten (z. B. Rosmarin) oder bei buschigen Vertretern (z.B. Thymian) wird einfach von oben abgeschnitten. So ist ein optimales Nachwachsen gesichert.

Nach dem Ernten folgt die Konservierung. Jeder kennt eingefrorene Kräuter. Auch dies lässt sich ohne weiteres mit den Pflanzen aus dem Garten machen. Entweder man friert die ganzen Stängel mit Blättern ein, oder die Blätter werden mit dem Messer klein gehackt, dann in Gefrierwürfeln gefüllt. Nachdem diese mit Wasser aufgefüllt wurden, können sie ins Gefrierfach. Die Kräuterwürfel können in Gefrierbeutel gegeben werden. Jede Einheit ist dann später eine Portion zum Würzen.

Eine andere Form des Haltbarmachens ist das Trocknen. Eine Möglichkeit ist die Stiele zusammenzubinden und über Kopf an einen warmen, luftigen Ort zu hängen. Das nennt man Lufttrocknung. Diese Art der Trocknung ist sehr zeitaufwendig. Gartenkräuter können auch im Backofen bei 30°C oder in der Mikrowelle getrocknet werden. In der Mikrowelle geht es am schnellsten, es dauert nur wenige Minuten. Die Pflanzen werden dabei allerdings auch zerstört.

Zu empfehlen ist die Lufttrocknung. In verschlossenen Gläsern bleibt das Aroma über ein Jahr erhalten. Die Gläser sollten an einem dunklen Ort aufgehoben werden.

Wer mehr erfahren möchte, für den ist hier ein kleines Buch zum Lesen.