Er sieht aus wie eine Melone, ist in Wirklichkeit aber eine riesige Beere. Es gibt den Kürbis in den verschiedensten Farben und Formen. Er kann bis zu mehreren 100 kg schwer werden.

Am kleinsten sind die Zierkürbisse. Die verschiedenen Sorten sind gelb, orange, braun oder grün. Sie dienen als Dekoration und können ausgehöhlt sogar als Blumenvase fungieren. Kurz gesagt, sie sind im Herbst Tischschmuck in vielen Wohnungen. Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet!

Kürbis - Sortenvielfalt zur Auswahl im Kürbis - Paradies Sickertshofen Auf dem Bauernhof werden ca. 300 verschiedene Sorten Kürbisse angebaut

Anders der Garten- oder Gemüsekürbis. Sein Einsatzgebiet ist sehr vielseitig. Von ihm können viele verschiedene Speisen zubereitet werden, z. B. leckere Suppen, Kompott, Aufläufe, Pfannengerichte oder eventuell Gelee. Besonders reizvoll ist der Kürbiskuchen. Die Kerne leisten gute Dienste im Müsli oder beim Brot backen. Der Gartenkürbis ist eine sehr wertvolle Gemüsepflanze im Herbst.

Als Arzneikürbis dient er zum Entwässern, er wirkt entzündungshemmend und wird bei Blasen- und Prostataproblemen eingesetzt. Die Sorte Cucurbita pepo ist hier hervorzuheben. Das Kürbiskernöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren, das Fruchtfleisch enthält viele Vitamine und Ballaststoffe. Das sind u.a. die Vitamine A, C und E. Das Kürbisfleisch enthält außerdem Kalium, Kalzium und Magnesium. Medizin aus dem Arzneikürbis wird sowohl in der Pflanzenheilkunde wie auch in der Schulmedizin eingesetzt.

Die Aussaat der Samen erfolgt im Frühjahr. Die jungen Keimlinge werden mit Gläsern abgedeckt, die Pflanze liebt Wärme und Feuchtigkeit. Jeder Setzling bekommt so sein eigenes Mini-Gewächshaus. Nach den Eisheiligen, ungefähr ab Mitte Mai, werden sie im Abstand von 1,5 bis 2,0 Metern ins Beet oder auf den Kompost gepflanzt. Der Kürbis benötigt zum Wachsen viel Wasser und Sonne. Die Pflanzen sind einjährig und haben einen extremen Platzbedarf. Haupterntezeit ist der Herbst.

Feind jeder Kürbispflanze ist der Mehltau. Die chemische Keule ist auch hier nicht zu empfehlen. Vorbeugend können die Blätter einmal im Monat mit einer 1:10 Lösung aus Milch und Wasser behandelt werden. Erfahrungsgemäß tritt dann kein Mehltau mehr auf. Sind Pflanzen befallen, dann müssen die kranken Blätter entfernt werden. Dem Gärtner bleibt nur zu Hoffen, dass die Pflanze sich erholt und, dass die Früchte ausreifen und gesund bleiben.

Ein besonderer Spaß für die Kinder ist ein Brauch der ursprünglich in Irland entstanden und später nach Nordamerika eingeführt wurde. Zu Halloween, am Vorabend von Allerheiligen, werden überall ausgehöhlte Kürbisse aufgestellt und mit Kerzen beleuchtet. Das gibt schon ein etwas abenteuerliches Bild. Die damit verbundenen Bräuche erfreuen groß und klein.