Das mexikanische Farbenwunder. Eine der beliebsten Schnittblumen überhaupt und bei tausendfachen Züchtungen auch eine der variabelsten. Früher war sie in den Bauerngärten Europas heimisch, doch mit den Züchtungserfolgen startete auch ihr Siegeszug durch die öffentlichen Ziergärten und Parks.

Die Dahlie heisst übrigens so, weil der Direktor des botanischen Garten in Madrid diese ursprünglich aus Mexiko stammende Blume zu Ehren des schwedischen Botanikers Andreas Dahl im Jahre 1791 als Dahlia pinnata der Öffentlichkeit präsentierte. Doch eigentlich beginnt ihre Geschichte viel früher, nämlich mit der Entdeckung Amerikas und gleichzeitig Mexikos. Hier fand sich die Pflanze in den Gartenanlagen der Azteken. Die Spanier, genauer gesagt der von 1755 – 1829 angestellte Direktor des Botanischen Garten von Mexiko City, schickte während seiner Amtszeit die ersten Dahliensamen nach Madrid, wo sie das erste Mal 1790 blühte. Auf dieses Jahr bezogen feiert man heutzutage die Jubiläen der Dahlie.

Mehr über Dahlien können Sie hier lesen?


Unglaubliche Blüten- und Farbenvielfalt

Nicht nur, dass sie mit einer imposanten Höhe von über einem Meter in jedem Garten eine tolle Figur machen, sind Dahlien auch lang haltbare Schnittblumen und für Sträuße jeder Art geeignet. Wichtig ist, dass sie einen nahrhaften Boden haben und viel Sonne. Und am Besten etwas, woran sie sich bei viel Wind ein bißchen anlehnen können, wie ein Gartenzaun oder eine Hauswand. Dahlien wachsen aus Knollen und diese sind nicht winterfest. Wer also Dahlien im Garten hat, muss die Knollen im Herbst, wenn die Pflanzen eingezogen haben, ausbuddeln und bis zum nächsten Frühjahr kühl und trocken lagern, da die Knollen sonst in der winterharten Erde erfrieren. Wer seine Dahlien vermehren möchte, tut dies als Hobbygärtner am einfachsten durch Teilung der Knollen; die Vermehrung durch Samen ist eher den professionellen Züchtern vorbehalten.

Beim Einlagern der Knollen ist zu beachten, dass sie keinesfalls zu warm liegen sollen, denn Wärme begünstigt Schimmelbildung und Austrocknung. Optimal sind 5-7 Grad, außerdem brauchen sie viel Luft zum atmen. Erde vom Ausbuddeln im Herbst sollte man an den Knollen lassen, denn diese schützt sie vor dem Austrocknen. Das Teilen der Knollen geht sehr einfach. Man sollte es allerdings erst kurz vor der Pflanzung machen, denn erst im Frühjahr zeigt sich, ob neue Triebe kommen und außerdem trocknen die Knollen so auch nicht den Winter über aus. Sind die Knollen gesund und fest, kann man sie per Hand auseinander reißen. Einfacher geht’s natürlich, indem man sie mit einem Messer durchtrennt.

Kultur und Pflanzung

Neben einem vollsonnigen Standort ist es natürlich wichtig, die Knollen ab Ende April/Anfang Mai nicht zu tief in die Erde zu setzen, sondern nur ein paar Zentimeter. Knollen kann man schon so früh pflanzen, da der Frost nicht mehr in den Boden dringt. Aber Stecklinge dürfen erst Mitte Mai gepflanzt werden, sie würden bei Frost schnell wieder eingehen. Bei manchen Gärtnern hat es sich durchgesetzt, die Knollen vor dem Einpflanzen in Wasser einzulegen. Dies ist bei der Trockenheit durch die Winterlagerung zwar verständlich, jedoch aufgrund der Fäulnisgefahr in der kalten Erde nicht ganz unproblematisch. Deshalb sollte man darauf eigentlich besser verzichten. Und große Dahlien müssen gepfählt werden, je nach Geschmack mit Holz-, Bambus- oder Eisenstäben. Wobei man erst den Stab in die Erde schlägt und dann die Knolle pflanzt.

Schöne Blume:Schöne Töpfe:


Düngung und Wässerung sind ebenfalls sehr wichtig. Es bietet sich an, den Dünger direkt beim Pflanzen der Knolle mit ins Loch zu geben, sonst muss man ihn in jedem Fall noch im Frühjahr mit einarbeiten. Rinderdung, Hornspäne und Kali haben sich in der Dahlien-Anzucht bewährt, Pferdemist hingegen hat zuviel Ammoniak. Wie bei fast allen Pflanzen gilt, dass ein zuviel an Stickstoff in chemischem Dünger für zuviel Blattwachstum sorgt und die Trübe dünn und lang werden lässt. Im August kann man mit der Düngung aufhören, denn dann braucht die Pflanze die nötige Ruhe, wieder einzuziehen. Dahlien werden am Besten von unten angegossen und sie brauchen recht viel Wasser. Ab Ende September auch nur sparsam gießen, damit die Knollen gezwungen sind, Feuchtigkeitsdepots anzulegen. Wer übrigens größere Blüten haben will, der entfernt an den Blütentrieben die Nebenknospen. Das sorgt erheblich dafür, dass die stehenbleibende Blüte größer wird.

(Werbung)