Forsythien sind sommergrüne Sträucher aus der Familie der Ölbaumgewächse. Sie waren ursprünglich vor allem in Asien und teilweise im Südosten Europas beheimatet, werden aber mittlerweile unter anderem als Hybride auch hierzulande gezüchtet.

 

Forsythien erreichen eine Höhe von einem bis drei Metern, wobei sie sowohl aufrecht als auch überhängend wachsen können. Noch bevor die Sträucher Blätter ausbilden, zeigen sich im Frühjahr bereits die leuchtend gelben Blüten, was sie gerade zur Osterzeit zu einem beliebten Zierstrauch im Garten macht. Einzelne Zweige in einer Vase bringen unterdessen den Frühling ins Wohnzimmer.

Forsythien schneiden

Forsythien beschneiden Gärtner regelmäßige (am besten jedes Jahr), da die Sträucher sonst dazu neigen, eine gewisse Blühfaulheit zu entwickeln. Wie bei den meisten Frühblühern ist das Ausbilden der Blüten noch vor dem Blattwuchs durch die Vorjahrestriebe möglich. Um das Blühen im nächsten Frühjahr zu ermöglichen, muss der Schnitt direkt nach der Blütezeit erfolgen, damit den Sträuchern genügend Zeit bleibt, neue Triebe für das nächste Jahr auszubilden.

Mit einer Gartenschere können alle Zweige ringsherum um etwa ein Drittel ihrer Länge gestutzt werden, so wächst der Strauch in kompakter Form weiter. Soll ein natürlicher Wuchs erreicht werden, werden nur einzelne Zweige beschnitten und der ganze Strauch so für einen überhängenden Wuchs ausgelichtet. Alte Triebe am besten dicht über dem Boden abschneiden, sobald sie ohnehin keine Blüten mehr ausbilden.

Forsythien vermehren durch Stecklinge

Will man Sträucher vermehren, ist das Einsetzen von Stecklingen die einfachste Variante. Dazu sucht man sich im Frühjahr einen 15 cm langen Zweig aus, der am unteren Ende bereits etwas verhärtet beziehungsweise verholzt ist (ein etwa einjähriger Zweig). So kann der Steckling schneller Wurzeln schlagen, als es einem noch grünen Zweig möglich wäre. Am unteren Ende des Zweiges sollten sich mehrere Blattknoten befinden, vor allem hier wachsen später die Wurzeln.

Das untere Drittel bis die Hälfte des Zweiges wird durch einfaches Abstreifen von oben nach unten von den Blättern befreit. Auch die Blütenansätze müssen entfernt werden. Dann wird der Zweig am besten an einem schattigen Platz einfach in die Erde gesteckt, die stets feucht, aber nicht nass sein sollte. Wenn der Steckling oberirdisch weiter wächst, ist auch das Wurzelwerk weit genug ausgebildet, um die junge Pflanze nach Wunsch versetzen oder umtopfen zu können.

Forsythien vermehren durch Absenker und Steckhölzer

Beim Absenker wird ein langer Zweig gebogen und halb in der Erde eingegraben, so dass das Triebende noch heraus schaut. Der unter der Erde liegende Teil bildet dann nach einer Weile Wurzeln aus. Das Setzen von Steckhölzern funktioniert wie das von Stecklingen, nur werden sie im Herbst oder Winter geschnitten. Steckhölzer sind gänzlich verholzte Triebe ohne Blätter (in der Vegetationsruhe). Der untere Teil der Sträucher eignet sich hier am besten, der obere Teil eines Triebes wird dann ebenfalls abgeschnitten. Aber aufpassen, dass man den Zweig dann richtig herum in die Erde einsetzt. Außerdem wird das Steckholz tiefer eingesetzt als ein Steckling.