GewächshausDas Gewächshaus im Garten bietet echten Mehrwert, gedeihen dort doch hervorragend Gemüse und Blumen. Zwar gibt es die verschiedensten Modelle für alle Verwendungszwecke zu kaufen, doch manch ein Hobbygärtner ist gleichzeitig auch ein Heimwerker und möchte lieber sein Gewächshaus selbst bauen. Was spricht für und gegen die eigene Konstruktion?

Für viele Hobbygärtner spielt Individualität auch in der eigenen grünen Oase eine große Rolle. Seien es Gartenmöbel, ein Pavillon, ein Gartenhaus oder sogar ein Gewächshaus – selber machen ist der neue Trend. Welche Gründe sprechen für den Kauf eines fertigen Gewächshauses und welche für die „Do it yourself“-Variante?

Das gekaufte und das DIY-Gewächshaus im Vergleich

Die Vorteile auf einen Blick:

Gewächshaus kaufen oder selbst bauen

Schnell und einfach oder individuell und eigenhändig?

Wer nicht viel Zeit investieren möchte oder sich eine eigene Planung nicht zutraut, der ist mit einem gekauften Gewächshaus bestens beraten. Es empfehlen sich Gewächshäuser von der Gartenhaus GmbH in Standardgrößen, die per „Snap & Grow“-Montage aufgebaut werden. Bei dieser Methode wird der Aufbau zum Kinderspiel, denn man spart sich das Schrauben und Bohren komplett und fügt die Verkleidung nur in die dafür vorhandenen, abgedichteten Vorrichtungen am Tragwerk ein. Ein Gewächshaus vom Händler können auch handwerkliche Laien aufbauen.

Der Eigenbau hingegen ist nur dann möglich, wenn man über ein gewisses Bauwissen sowie Werkzeug und handwerkliches Geschick verfügt. Legt man Wert darauf, dass man selbst jeden Schritt bestimmt und am Ende ein dekoratives, möglichst nützliches und persönliches Gewächshaus im Garten steht, dann ist der eigene Zusammenbau vorzuziehen. Idealerweise arbeitet man dabei eine Checkliste für den Gewächshausbau ab, damit nichts Wichtiges vergessen wird.

Planen, informieren, konstruieren

An erster Stelle steht die Planung. So geht es darum, die idealen Maße und den richtigen Standort zu finden. Auch die richtigen Baumaterialien müssen ausgesucht werden. Eine gängige Lösung ist ein Fundament aus Beton, auf das man einen Rahmen aus Aluminium setzt. Dieser wird mit Glas oder einer robusten, transparenten Folie versehen. Welches Material genau zum Einsatz kommt, hängt vom Gewächshaustyp und der Verwendung ab. Zum reinen Überwintern oder zum Aufziehen von Pflanzen reicht ein simples Modell aus, das ohne Heizung auskommt. Soll hingegen ein anspruchsvolles, beheiztes Gewächshaus oder ein Treibhaus gebaut werden, sollten UV-beständige Stegplatten aus Acrylglas oder Polycarbonat verwendet werden.

Verschiedene Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften, die zu bedenken sind. Manch einer mag beispielsweise lieber Holz als Aluminium, weil es schöner aussieht, besser zur Natur passt oder leichter zu verarbeiten ist. Holz ist allerdings pflegeintensiver und kurzlebiger als Aluminium. Will man trotzdem Holz verwenden, sollte es auf jeden Fall imprägniert werden. Bauanleitungen für ein Gewächshaus mit Holz gibt es bei bauplan-bauanleitung.de. Ein Metallrahmen aus verzinktem Eisen muss verschweißt werden, während ein Aluminiumrahmen verschraubt werden kann. Folie und einfaches Glas weisen andere Isoliereigenschaften auf als Stegplatten, welche eine bessere Wärmedämmung gewährleisten.

Die Details nicht vergessen

Auch die Ausstattung eines Gewächshauses bietet viele Optionen. Manche planen Fenster ein, um das Gewächshaus vor allem im Sommer belüften zu können. Alternativ kann man ein automatisiertes Lüftungssystem integrieren. Im Winter oder bei einem Warmhaus spielt eine Heizung eine wichtige Rolle. Anschlüsse für Wasser und Strom können unter Umständen auch relevant sein. Hier ist zusätzlich auf Frostsicherung zu achten. Eine Herausforderung beim Eigenbau ist es, alle Lücken abzudichten, wohingegen gekaufte Gewächshäuser in den meisten Fällen sehr gut isoliert und gedämmt sind.

Die Entscheidung, ob man ein fertiges Gewächshaus kauft oder eins selbst plant und baut, ist abhängig von den eigenen Fähigkeiten und Wünschen und von der zur Verfügung stehenden Zeit.

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