Holzpavillons dienen zum Verweilen, zum Unterstellen oder zur Zierde des Gartens. Wer sich einen solchen Pavillon selber bauen will, von dem wird besonderes handwerkliches Geschick verlangt. Für den Anfänger ist das jedenfalls nichts. Der kauft sich lieber ein Fertigprodukt aus dem Baumarkt.

Wie geht man nun heran, wenn man so ein Teil selber bauen will. Erst einmal sollte man sich über grundlegende Dinge im Klaren sein. Welche Form soll er haben, aus welchem Material (Holzsorte) soll er bestehen oder welche Neigung soll das Dach haben. Am besten fertigt man sich erst einmal einen Bauplan an und macht sich über die Maße Gedanken. Will man es einfacher haben, kann man auch einen fertigen Gartenpavillon käuflich erwerben.

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, so beginnt man entsprechend dem Bauplan mit dem Gießen des Fundaments. Dieses ist z. B. fünf- oder sechseckig. Das Fundament muss exakt waagerecht sein. Hier helfen Schnürgerüst und Schlauchwaage. Eine normale Wasserwaage ist unzureichend für die horizontale Ausrichtung. Ist das Fundament ausgehärtet, kann man mit den Aufbauten beginnen. Verwendet man einheimische Hölzer, dann ist es wichtig einen Holzschutz aufzubringen. Will man das Holz weitgehend unbearbeitet lassen, dann eignet sich Robinie.

Erst werden die Seitenrahmen gezimmert, deren Unterseite isoliert werden muss. Zu beachten ist weiterhin, dass die Seitenstücke den richtigen Winkel haben, damit die Rahmen auch bündig abschließen. Bei einem fünfeckigen Grundriss beträgt der Kantenwinkel 108°. Also muss jedes Seitenstück einen Winkel von 54° haben. Die Wände werden im Fundament mit Bodendübeln verankert und untereinander verschraubt oder verdübelt. Nun kann mit der Dachkonstruktion begonnen werden. Entsprechend der vorgesehenen Dachneigung werden die Sparren zurechtgesägt und mit Aussparungen versehen. Auf die Sparren wird die Verschalung aufgebracht. Nun kann das Dach mit den vorgesehenen Schindeln bestückt werden.

Im nächsten Schritt werden die Seitenwände bis auf Fensterhöhe geschlossen. Dies kann mit Schmuckgittern geschehen. Eine andere Möglichkeit wäre einfach senkrecht Latten einzuziehen. Man sollte darauf achten, dass gleichmäßige Abstände zwischen den Latten sind und dass die Hohlräume im Rahmen durchgängig mit ganzen Latten besetzt sind. Wichtig ist eine Öffnung für den Eingang.

Zum Schluss kann man Verzierungen anbringen, Elektrik einbauen, einen Fußbodenbelag legen oder den Pavillon mit Pflanzen oder Möbelstücken dekorieren.

So ein Gartenpavillon eignet sich übrigens hervorragend als Grillplatz. In besonders eleganten Ausführungen kann man ihn z. B. in Japanischen Gärten bewundern.