Ein Japanischer Garten, die japanische Gartenbaukunst ist etwas ganz besonderes. Der Garten lässt sich betrachten wie ein Kunstwerk, wie ein Gemälde. Aus jedem Blickwinkel kann man immer wieder Neues entdecken. Zentrale Elemente sind Steine, Kies oder Sand, Wasser und Pflanzen.

Will man einen besonderen Garten zum Erholen und Entspannen haben, dann lohnt es sich nach Asien z. B. nach Japan zu schauen. Klar sein sollte einem allerdings auch, das ein solcher Garten neben Talent auch die entsprechenden finanziellen Mittel erfordert. Einen japanischen Garten kann man sowohl in einer Schale, einem Kasten als auch auf einer großen Fläche, z. B. im eigenen Garten anlegen. Die entsprechenden Kenntnisse erlernt man in speziellen Kursen bei einem Landschaftsgärtner der auf Japanische Gärten spezialisiert ist. Zu beachten ist auch das so ein Garten im Regelfall eine Lebensaufgabe ist und letztlich vererbt wird.

Diese Gärten sind asymmetrisch angelegt, die Wege sind holprig und uneben. Durch gerade Wege soll der Blick in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Überhaupt spielt das Wahrnehmen und die Harmonie eine große Rolle. Eventuell sollte beim planen des Gartens auch an einen Ort der Ruhe gedacht werden. Kies oder Sandflächen stehen symbolisch für das Wasser. Wasser gibt es als Seen, fließendes Wasser (Bäche) oder fallendes Wasser. Das Wasser steht für Seen oder Ozeane und ist den vom Meer kommenden Göttern gewidmet. Steine werden als Tiere angesehen. Eine am Hang stehende Steingruppe kann z. B. eine Herde Rinder oder liegende Hunde darstellen. Steine werden auch oft den vom Himmel herabsteigenden Göttern gewidmet. Bäume veranschaulichen das Leben und stehen sinnbildlich für Menschen.

Bambus verkörpert verschiedene Generationen, er symbolisiert Biegsamkeit und Standfestigkeit. Für die Vergänglichkeit hingegen stehen Pflaumen- und Kirschbäume. Brücken aus Holz oder Stein verbinden die verschiedenen Gärten miteinander. Weitere Gestaltungselemente sind Steinlaternen und Teehäuser. In solchen Gärten sind auch Bonsais zu finden. Besonders beliebt als Bonsai ist die Japanische Rotkiefer und Japanischer Ahorn. Die Kiefer ist langlebig, immergrün und beständig. Interessant ist ihre besondere Wuchsform.

Eine spezielle Form der Japanischen Gärten ist der Zengarten. Ein solcher Garten besteht nur aus Steinen und Sand. Nur ein wenig Moos um die Steine herum ist erlaubt. Teegärten stehen in Zusammenhang mit der Teezeremonie. Zentrale Rolle spielt hier ein Teehaus.

Mal abgesehen von der Bonsai-Pflege gestaltet sich der Unterhalt eines japanischen Gartens relativ einfach solange man ihn nur betrachtet. Erhalten ist angesagt. Das bedeutet bei den Bäumen und  Sträuchern vor allem Formerhalt.

Japanische Gärten in Deutschland sind z. B. in Berlin Marzan, in Erfurt und in Kaiserslautern zu finden.

Übrigens, eine kleine Kiste gefüllt mit Sand und dekoriert mit Steinen ist schon ein Japanischer Garten.