Die Tradition der Japanischen Teegärten beruht auf der uralten Chinesischen Kultur. Japanische Zen-Mönche brachten diese Tee-Kultur nach Japan. Aber auch außerhalb Japans existieren heute solche Teegärten in großen Parks oder in privaten Anlagen.

Plan eines Japanischen Teegartens

Traditionell werden in Japanischen Gärten die Elemente Wasser, Sand, Stein und Bonsai verwandt. Die Sandflächen symbolisieren das Wasser (die Ozeane).

Der Japanische Teegarten ist meistens einer Berglandschaft am Meer nachempfunden in deren Zentrum das Teehaus steht. Im Garten gedeihen z.B. Bonsai von Japanischem Ahorn und von Japanischer Kiefer. Es sollten nur wenige Arten in einen Garten gepflanzt werden. Es gibt geharkte Sandflächen und wenn der Platz es zulässt einen Koiteich mit Steinbrücke. Ein Wasserfall ergießt sich vom Felsen in diesen Teich. Um den Garten herum ist ein Bambus Zaun oder eine Hecke mit zentralem Eingang. Der Weg vom Eingang zum Teehaus, vorbei an den einzelnen Gestaltungselementen ist mit Steinen gepflastert. Oft sind das nur einzelne Platten über die es zu balancieren gilt. Der Weg wird abends mit Steinlaternen beleuchtet. Direkt vor dem Eingang gibt es einen Stein der den Besuchern gewidmet ist. Die erste Steinplatte hinter dem Tor würdigt den Gastgeber. Ist die Fläche des Japanischen Teegartens groß genug, dann gibt es im Bereich des Einganges eine Empfangshalle und eine überdachte Wartebank. Hier werden die Gäste empfangen und sie verweilen hier bis zum Anfang und in den Pausen der Teezeremonie. Nahe dem Teehaus befindet sich ein Steinbrunnen. Dieser dient der Reinigung von Händen und Mund. Das Teehaus selber ist von einfacher Konstruktion. Die Wände bestehen aus Bambus, das Dach aus Rinde.

Pflege des Japanischen Teegartens

Im Wesentlichen beschränkt sich die Pflege eines Japanischen Teegartens auf das Beschneiden und Gießen der Bonsai. Das Beschneiden der Bonsai ist sehr schwierig. Da diese Pflanzen sehr wertvoll sind, sollte man diese Arbeit einem Fachmann überlassen. Sind die Bonsai nicht winterhart, empfiehlt sich die Pflanzung in Schalen. Die Bäume können dann im Gewächshaus oder Wintergarten überwintern. Die Sandflächen müssen öfter frisch geharkt werden und der Teich gepflegt. Hat man ein wenig Platz und möchte ein wenig japanischen Flair im eigenen Garten haben, dann steht einem eigenen Japanischen Teegarten nichts mehr im Weg.

Beispiele Japanischer Teegärten

Japanische Teegärten kann man sich in Deutschland z. B. im ega – Park Erfurt oder im Japanischen Garten Berlin Marzahn anschauen und sich Anregungen für zu Hause holen. Einen kleinen Vorgeschmack in Form eines Videos gibt es hier.

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Japanische Gärten in Deutschland
Japanischer Garten Kaiserslautern
Öffnungszeiten: täglich von 01. 04. – 31. 10. 2010
Preise: Erwachsene: 3,50 €; Schüler Studenten: 2,50 €; Jugendliche 12-16 Jahre: 1 €; Kinder bis 11 Jahre Eintritt frei
www.japanischergarten.de

Japanischer Garten in Freiburg im Breisgau
www.freiburg.de

Japanischer Garten in Berlin-Marzan
Öffnungszeiten: April – Oktober an Wochentagen Nachmittags und am Wochenende ab 9.00 Uhr bis Kassenschluss
Führungen: Erwachsene 3 €; Kinder 1,50 €
Tel.: 030 70090 66 55
www.gruen-berlin.de

Literatur
Japanische Gärten
Fernöstliche Instpiration für den eigenen Garten
Autor: Frank von Berger
Preis: 10,00 € Versandkostenfrei
ISBN-10: 3625123592
www.weltbild.de

Der kleine ZEN – Garten
Autor: Matta Horn
Preis: 7,95 € Verdsandkostenfrei
ISBN-10: 3897676001
www.weltbild.de