Ein Koiteich ist nicht nur Lebensraum für den Koi und einige Wasserpflanzen, sondern bietet nebenbei Entspannung und Erholung für den Betrachter. Der geübte Gärtner lässt unter Verfolgung der eigenen Ideen eine begrünte Wasser–Oase entstehen.

Bei der Planung geht es zunächst um den Standort, die Größe der Anlage und um die Art und Höhe der Bepflanzung. Falls nötig, ist an eine kindgerechte Befestigung des Teiches (Unfallgefahr) zu denken. Ein Koiteich darf nicht ständig der prallen Sonne ausgesetzt sein. Als Schattenspender können Bäume, Pflanzen oder Wasserpflanzen dienen. Der Teich ist nach Möglichkeit nicht unter Laubbäumen zu errichten. Hat man doch so einen Standort, dann sollte im Herbst ein Laubnetz über die Wasseroberfläche gespannt werden. Nur so wird das Wasser nicht von den herabfallenden Blättern verunreinigt, bzw. der Filter verstopft.  Ist der Standort im Garten gefunden, geht es um Fläche, Tiefe und Gestaltung. Die Tiefe sollte über zwei Meter betragen, damit die Fische im Winter unter der Eisfläche genügend Platz haben. Seerosen bieten z. B. als Wasserpflanzen Schatten. Auch an den Platzbedarf für die Filteranlage ist zu denken. Diese sollte unterhalb des Teichwasserspiegels im Erdreich zu finden sein. Eine leistungsstarke Pumpe darf nicht fehlen.

Die Fläche des Teiches wird abgesteckt und der Boden entsprechend der gewünschten Tiefe ausgehoben. Die Wände und der Boden müssen geglättet werden, eventuell sind die Seiten abzuschrägen. Eine Deckschicht aus Kies kann hilfreich sein. Der Abfluss des Koiteichs und damit der Zulauf für die Filteranlage ist in der Mitte geschützt von einem Siebfilter einzulassen. Nun kann mit dem Auskleiden der Anlage mit Teichfolie begonnen werden. Einfacherweise wird ein größeres Stück Folie genommen und die Ecken werden geknickt. Vorsicht, es sollte am Boden keine Faltenbildung in der Teichfolie sein. Deshalb können die umgelegten Ecken mit Folienkleber befestigt werden. Will man es akkurater dann werden Folienteile zurechtgeschnitten und miteinander verschweißt. Die entstandenen Übergänge sind im Folgenden mit Kleber abzudichten. Hilfe gibt es bei einer ansässigen Gartenbaufirma.

Im Teich selber werden für die Befestigung der Wasserpflanzen nur Steine (keine Teicherde oder Kies) genommen. Das Biotop selbst ist ausreichend im Innen- und Außenbereich mit Pflanzen zu bestücken. Das Ufer wird befestigt. Als Kindersicherung ist vielleicht an ein dauerhaftes Netz zu denken. Im Winter sollte immer ein Luftloch offen bleiben. Das kann man durch Anbringen eines Sprudelsteines erreichen. In der Filteranlage ist ein biologischer Filter verbaut. Nitrit- Rückstände können nur so abgebaut werden. Kommt es zum Befall mit Grünalgen (durch Nährstoffüberfluss), dann ist eine Bestrahlung des zu filternden Wassers mit UVC– Strahlen angebracht. Dieses Licht sorgt dafür, dass die Algen verkleben und so mit der Anlage herausgefiltert werden können. Sonnst wären die Algenpartikel für den Filter zu klein.

Jetzt kann der Besatz mit Kois losgehen. Die Anzahl der einzusetzenden Fische richtet sich nach Größe der Fische und nach den Abmessungen des Teiches.