Ein Komposthaufen im Garten ist nicht Jedermanns Sache, weil er optisch nicht allzu viel hergibt und der Geruch in manchen Fällen ziemlich extrem sein kann. Beide Phänomene lassen sich aber mit einer richtigen Kompostierung vermeiden und sich zusätzlich Geld sparen.

Nicht umsonst haben sich die Entsorgungspreise in den letzten Jahren für biologische Abfälle gesteigert, denn was sich schon in kleiner Form im heimischen Garten umsetzen lässt, wollen Firmen natürlich im großen Ausmaß verwirklichen. Also lieber die heimischen Küchenabfälle, welche werden später noch erläutert, auf den Kompost bringen.

Für den idealen Komposthaufen sind nicht alle Erzeugnisse des Gartens und Abfälle aus der Küche geeignet. Für eine gute Kompostierung, also einer kontrollierten Verwesung, sind verwelkte Blumen, Kaffeesatz, ungekochte Obst- und Gemüsereste, Hobelspäne, leicht angetrockneter Rasen und Astwerk gut einsetzbar. Sie sollten sich in abwechselnden Schichten auf den Kompost gesellen, um eine gute Mischung für den späteren nährstoffhalten Humus zu erhalten.

Schon beim Bau und der Lage des Komposthaufens gilt es einige Hinweise zu beachten. Für die perfekte Kompostierung sollte man den Komposthaufen sogleich bei seiner Erbauung in zwei unterschiedliche Abschnitte gliedern, um eine spätere Umschichtung zu erleichtern. Zudem muss die Lage gut gewählt sein, um den Prozess des Verfalls nicht zu hemmen, so sollte man für ausreichend Luft, etwas Wärme und Feuchtigkeit sorgen, ohne das der Kompost beiden Witterungsbedingungen direkt ausgesetzt ist. Unter einem Baum im Halbschatten wäre der ideale Standort. Zudem sollte er unmittelbar mit dem Erdreich verbunden sein, um einen Austausch von Nährstoffen zu ermöglichen. Integriert man in regelmäßigen Abständen eine Belüftungsschicht aus Ästen nach dem Hecken schneiden, trägt die zuströmende Luft zum besseren Verfall bei.

Spätestens nach sechs Monaten sollte eine Umschichtung der Kompost erfolgen, um das zusammen gesunkene Material aufzulockern. Nur wenige Wochen später kann dann durch das Absieben der wertvolle Humus gewonnen werden.

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