Unkrautfreie BeeteUnkrautbekämpfung lohnt sich immer! Aber gerade vor dem Winter macht es Sinn hartnäckige Unkräuter, die oft lange Kälteperioden unbeschadet überstehen zu bekämpfen. Sowohl mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen als auch chemische Mittel, die dem Pflanzenschutz- gesetz entsprechen müssen und von denen keine gesundheitlichen Gefahren ausgehen, können zum Einsatz kommen.

Gartengeräte als Unkraut-Entferner

Schon das Umgraben der Beete im Herbst ist vorbeugende Unkrautbekämpfung. Durch den Umbruch der Schollen haben Unkrautpflanzen keine Chance weiter zu wachsen, sie werden sozusagen eingegraben, das gilt aber nur für krautige Pflanzen. Gräser, wie die Quecke, die sich über ihr Wurzelwerk verbreiten und Rhizomen ausbilden müssen beim Umgraben von den Beeten gelesen werden, denn jedes Wurzelstück bildet neue Quecken aus, die sich dann in einem rasanten Tempo im Frühjahr vermehren können. Eine nochmalige Bodenbearbeitung der umgegrabenen Flächen, nach etwa 14 Tagen, mit Hacke, Grubber oder Egge sorgt dafür, dass die in dieser Zeit gekeimten (aufgelaufenen) Unkräuter durch die mechanische Bearbeitung des Bodens zerstört werden. Auch das Ausstechen von Rosettenpflanzen wie z. B. Löwenzahn hat sich im gärtnerischen Bereich bewährt, auch wenn man die Pflanze nicht mit der gesamten Wurzel entfernt hat, ist sie jedoch soweit geschädigt, dass sie den kommenden Winter und Frost nicht überstehen wird. Auch Fugenkratzer sind gut geeignet um Unkräuter samt Wurzel aus Pflasterfugen auf Gehwegen dauerhaft zu entfernen.

Chemische Unkrautentfernung

Zur chemischen Unkrautbekämpfung werden Herbizide eingesetzt, die selektiv nur bestimmte Pflanzen bekämpfen, einkeimblättrige oder zweikeimblättrige, und in ihrer Wirkungsweise entweder über die Wurzeln oder das Blattwerk aufgenommen werden. Die sogenannten Kontaktherbizide werden von der Pflanze genau da aufgenommen, wo sie mit ihnen in Berührung kommen. Das gebräuchliche Wegefrei ist so ein Kontaktherbizid, was bei der Unkrautbekämpfung auf gepflasterten Wegen oft genutzt wird. Zur Bekämpfung von Ackerunkräutern (Windhalm, Kamille und Fuchsschwanz) wird neben der chemischen Bekämpfung durch eine gezielte Anbautechnologie die Unkrautbekämpfung durchgeführt. Wobei bei der Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes Präparate zum Einsatz kommen, die bei Kälte (von Spätherbst bis Nikolaus) ausgebracht werden und sehr wirksam sind.

Um im nächsten Frühjahr relativ unkrautfreie Beete, Wege, Rabatten und Grünflächen im eigenen Garten zu haben sollte mit einer gezielten Unkrautentfernung noch vor dem Winter begonnen werden sowohl chemische als auch mechanische Unkraut-Entferner stehen dem modernen Gärtner zur Verfügung.

Abbildung: ferkelraggae – Fotolia.com