Magnolien sind sommer- oder immergrüne Bäume und Sträucher, von denen viele als Zierpflanzen im heimischen Garten gedeihen. Bei manchen Arten werden mitunter schon Blüten gebildet, noch bevor die ersten Blätter austreiben, was ihnen ein ganz eigenes Aussehen gibt und sie bei Hobbygärtnern besonders beliebt macht.

Magnolien wachsen als Bäume oder Sträucherund sind als Zierpflanzen hierzulande sehr beliebt. Es gibt über 200 verschiedene Arten wie beispielsweise die Magnolia Grandiflora, wobei aber mittlerweile die Hälfte auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Außerdem gibt es viele extra gezüchtete Hybriden, die Eigenschaften verschiedener Arten in sich vereinen. Ursprünglich stammen die unterschiedlichen Magnolien aus Ostasien und Amerika, viele von ihnen werden inzwischen aber auch in Europa kultiviert. Nicht alle Arten eignen sich als Zierpflanze im eigenen Garten, aber die Auswahl ist dennoch groß.

Magnolien: der richtige Standort

Magnolien wachsen zwar langsam, können sich mit der Zeit aber zu einem recht großen Baum entwickeln und außerdem sehr weitläufige Triebe hervorbringen. Da sie gleichzeitig aber empfindlich sind und nicht zu viel beschnitten werden dürfen (siehe unten), ist als Standort ein sonniger Platz mit genügend Entfaltungsraum drumherum nötig. Pflanzen Sie eine Magnolie niemals direkt an einer Hauswand und setzen Sie nicht zu viele Bäume dicht nebeneinander. Eine Magnolie steht am besten frei auf der Wiese, wo sie sich auch in den Folgejahren ungestört ausbreiten kann.

Der Standort auf freier Fläche hat auch den Vorteil, dass Sie das in großem Volumen abgeworfene Laub beziehungsweise die verwelkten Blätter einfach zusammen harken können. Ein Zierbeet im Schatten der Magnolie ist aufgrund der hohen Menge an Blättern, die die großen Blüten verlieren, ebenfalls nicht anzuraten, zumal das dichte und flache Wurzelwerk dies ohnehin schwierig gestaltet.

Wer nicht genügend Platz für einen großen Baum hat, den Garten aber dennoch mit einer Magnolie zieren möchte, sollte auf Strauch-Arten oder eine der mittlerweile gezüchteten Miniatur-Arten zurückgreifen. Hierbei handelt es sich zwar nicht um Bäumchen in Bonsai-Größe, aber sie brauchen doch weniger Platz als die ausgewachsenen Artgenossen. Auch Sträucher und Miniatur-Magnolien lieben sonnige und windgeschützte Plätze.

Magnolien: die richtige Pflege

Magnolien gedeihen am besten in lockerer, nährstoffreicher Erde. Ist kein Humusboden vorhanden, kann die einfache Erde mit Torf angereichert werden. Je nach Art kann der bevorzugte Boden-PH-Wert und der Nährstoffbedarf unterschiedlich sein, fragen Sie hier beim Kauf den Fachmann.

Obwohl der Standort möglichst frei gewählt werden sollte, ist ein gewisser Schutz vor Wind und Wetter ratsam. Ideal wäre es, wenn der Baum im Windschatten des Hauses steht. Gerade noch junge Pflanzen sollten im Winter gegen Frost abgedeckt werden. Im Sommer dagegen kann das sich weitläufig ausbreitende Wurzelwerk leicht austrocknen. Regelmäßiges Wässern ist daher wichtig.

Magnolien sind sehr empfindlich was übermäßige Beschneidung angeht. Sie werden leicht anfällig für Krankheiten und Frostschäden, wenn sie zu viele Äste verlieren. Darum sollten Sie nur in der warmen Jahreszeit und auch nur in Maßen zur Laubschere greifen und die empfindlichen Bäume beschneiden.