Zunächst muss man an erster Stelle festhalten, dass Maulwürfe unter Naturschutz stehen, demzufolge darf der kleine Plagegeist nicht verletzt oder getötet werden. Trotz seiner niedlichen Konstitution, die an kleine Hundewelpen erinnert, kann der Maulwurf doch erheblichen optischen Schaden anrichten, denn wenn sich der ebene Rasen in eine Trümmerwiese mit zahlreichen Auswurfhügeln verwandelt, hält sich die Wut kaum in Grenzen.

Doch statt dem Maulwurf das Garaus zu machen, sollte man zu bewährten Methoden der Vertreibung greifen. Eine alternative Methode ist die sogenannte Duftbarriere, wo sich schon so manches Hausmittel nützlich gemacht hat. Eine zerquetschte Knoblauchzehe hat zwar nur eine begrenzte Reichweite, kann aber den Maulwurf von bestimmten Regionen des Gartens fern halten. Etwas effektiver, aber mit wesentlich mehr Eigenbelastung verbunden sind Mischungen aus Molke und Buttermilch sowie ein über 14 Tage angesetzter Sud aus Holunderblättern, die dann in die jeweiligen Gänge gegeben werden.

Für das Fangen von Maulwürfen hat der Gartenhandel zahlreiche Fallen entwickelt, die man nützlicherweise zur Anwendung bringen kann. Aber auch hier gibt es eine ganz simple Methode mit ähnlichem Effekt. Vergraben sie unterhalb der Gänge einen kleinen Plastikeimer und platzieren auf dem Boden einen Köder (Würmer, Insekten). Mit etwas Glück fällt der Maulwurf in den Eimer und kann sich aufgrund der glatten Wände nicht selbst befreien. Setzen sie den Plagegeist einfach auf einer Wiese im Freien aus.

Auch Lärm kann den samtpelzigen Tunnelgräber vertreiben. Die bewährteste Methode ist, Flaschen mit der Öffnung nach oben in den Boden einzugraben. Der Wind erzeugt Geräusche, die dem Maulwurf unangenehm in den Ohren klingen, weshalb er die Flucht ergreift. Auf natürliche Feinde, die der Tiermarkt so hergibt, sollte man unbedingt verzichten, da dadurch der Maulwurf getötet wird und dies ist ja bekanntlich verboten.