Die Kirschen aus Nachbars Garten… Ja, die sind die besten und größten in der ganzen Umgebung. Seine Äpfel und Birnen ebenfalls. Gibt es eigentlich keine Alternative zum Obstdiebstahl nebenan, sind doch die eigenen Obstbäume irgendwie verkümmert und – logischerweise – auch das Obst? Ja, die gibt es: Einfach die eigenen Obstbäume beschneiden und schon bald werden diese mit denen aus Nachbars Garten um die Wette wachsen und Früchte tragen.

Obstbäume müssen regelmäßig beschnitten werden, ansonsten wuchert alles unkontrolliert, die Baumkrone wächst zu, wodurch dann Qualität und Menge der Früchte Einiges zu wünschen übrig lassen. Das Beschneiden der Bäume nennt man auch Auslichten.

Der (Hobby-)Gärtner sollte standardmäßig wissen, welche Bäume zu welchem Zeitpunkt auf welche Art beschnitten werden sollen.

Mit dem Beschneiden sollte bereits im November begonnen werden, sofern es sich um ältere Bäume handelt. Jüngeren und jungen Obstbäumen sollte man hingegen erst ab Januar zu Leibe rücken, jedoch nur, wenn das Barometer einen Wert über -4 Grad anzeigt. Der Beschnitt sollte insgesamt zu Ende des Monats März abgeschlossen sein.

Beschnitten werden sollte ein Obstbaum so, dass die Stammspitze die Leitäste, welche alle auf gleiche Höhe zurückzuschneiden sind, überragt. Hierdurch erhalten alle Kronenteile dieselbe Chance, gleich stark auszutreiben. Hierdurch wird gewährleistet, dass Jung und/oder Alt unter den Bäumen in der „Saftwaage“ bleiben, wie es unter Fachleuten heißt.

Es ist also keine hohe Kunst erforderlich, sondern höchstens eine hohe Leiter, etwas Grundwissen und eine scharfe Säge oder gute Durchforstungsschere, um dem Baum in der Krone wieder den Platz für weiteres gesundes Wachstum zu schaffen.

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