Jedes Jahr verzaubert der Flieder uns mit seinem angenehm süßlichen Duft. Ich mag ihn besonders gerne, weil seine aussergewöhnlichen Blüten, meist in lila oder weiß, Schmetterlinge anlocken und diese nett anzusehen sind.

Es gibt 25 Arten dieser Ölbaumgewächse, welche bevorzugt an sonnigen Standorten stehen, um gut zu gedeihen. Was tun wenn die schöne Zeit nun vorbei ist und der Fliederbaum wie ein wildgewordener Strauch aussieht?

Im Prinzip schneidet man den Flieder nicht, ähnlich wie man bei Rhododendren auch nur die Verblühten abknipst. Trotzdem gibt es drei gute Gründe, wann man doch zur Gartenschere greifen sollte:

1. Form
2. Blütenfülle
3. Wuchsdichte

Grundsätzlich gilt, dass an besonders heissen und trockenen Tagen die Gefahr des Eindringens von Schädlingen minimiert wird sowie die Wundheilung schneller vollzogen ist.
Außerdem heisst es, dass bei Frühjahrsblühern direkt nach der Blüte Rückschnitte erfolgen sollten.

Die Form ist prinzipiell einfach vorzugeben: man schneidet so, wie man den Flieder haben möchte. Wichtig ist zu beachten, dass maximal auf drei Augen zurückgeschnitten wird, ansonsten fällt die nächste Blüte wohl etwas magerer aus.

Um zu erzielen, dass die Blütenfüllen ansteigt, die Verblühten durch abknipsen oder mittels Schere entfernen. Auslichten gehört zu einen meiner Geheimtipps, da nur die trockenen leicht zu entfernbaren Teile des Flieders entnommen werden und hier schon so weniges viel erreicht.

Eine Radikalkur ist selten zu empfehlen, bei sehr alten Stämmen kann man diese auf einen Meter absägen und wirklich eine gute Säge verwenden, da das Holz extrem hart ist!

Einen schönen Sommer weiterhin 🙂