Die Prinzessinengärten Berlin gehören zu einem mobilen Garten-Projekt im Bezirk Kreuzberg. Eine ehemalige Brachfläche wurde dafür von Anwohnern in einen Nutzgarten umgewandelt. Das Ziel ist des urbanen Projektes ist das gemeinsame Lernen.


Die Prinzessinnengärten Berlin entstanden in einen dicht besiedelten Bezirk, in dem es wenig Grünfläche, dafür aber viele soziale Probleme gibt. Die Menschen haben sich dort einen Ort des gemeinsamen, städtischen Lebens geschaffen, welches ein Modell der Zukunft sein könnte.

Prinzessinnengärten Berlin

Seit über 60 Jahren lag die 6.000 m² Fläche am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg brach, bis die Idee entstand, dort einen urbanen Garten anzulegen. Dafür wurde die gemeinnützige Initiative Nomadisch Grün gegründet.

Die Fläche wird von der Stadt Berlin angemietet und der Initiative für jeweils ein Jahr zur Verfügung gestellt. Auf Grund der Ungewissheit, ob die Nutzung des Standortes längerfristig möglich ist, wurde der mobile Garten eingeführt.

Als Gebäude werden Container genutzt, die Pflanzen werden in recycelten Tetra-Paks, Kisten oder Reissäcken angebaut. So wäre ein Umzug des Ökogartens möglich, welcher dann auf anderen versiegelten Flächen aufgebaut werden kann.

Das Gemüse, welches im Prinzessinnengarten wächst, kann dort käuflich erworben werden. Ein Teil der Ernte wird im Gartencafé bzw. Restaurant verarbeitet. Mit den Einnahmen wird der Unterhalt des Gartens finanziert, der ansonsten keine finanzielle Unterstützung bekommt.

Die Initiative hat es sich zum Ziel gemacht, Orte zu schaffen, an denen die Menschen gemeinsam neue Dinge lernen und ausprobieren können. Die Mitarbeit an den Gartenaktivitäten ist für jeden möglich, es kann ausgesät und geernet werden.

Weiterhin werden in gemeinschaftlicher Arbeit neue Anbautechniken erarbeitet, Kompost angelegt oder Bienen gehalten. Die Pflanzen werden nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus angebaut.

Jeder kann mitmachen! Nur dadurch, dass hunderte von Menschen den Garten unterstützen, kann er bestehen und zu einem Ort des Lernens und der Kommunikation werden!

Der Garten kann den Menschen der Großstadt wieder einen Bezug zur Natur und zu regionalen Produkten geben. Besonders für Kinder und Jugendliche ist diese Erfahrung sehr wichtig!

Den urbanen Garten unterstützen

Jeder Kauf von Kräutern und Gemüse sowie der Kauf von Speisen und Getränken im Prinzessinnengarten unterstützt das urbane Projekt.

Wer tatkräftig anpacken möchte, kann uneigennützig bei der Gartenarbeit helfen.

Finanzielle Spenden helfen dem Projekt. Durch eine Beetpatenschaft kann man dazu beitragen, dass der Prinzessinengarten erhalten bleibt und seine soziale Funktion weiter fortführen kann.

In anderen Städten gibt es ähnliche Gartenprojekte wie zum Bespiel das Gartendeck in Hamburg. So können regionale, ökologische und sozial produzierte Nahrungsmittel mitten in der Stadt erzeugt werden. Das städtische Leben sowie die Landwirtschaft werden somit verknüpft.