Die verschiedenen Arten des Rhododendron gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen der Deutschen. Kaum ein Vorgärtchen oder eine Terrassenbegrenzung kommt ohne dieses farbenfrohe Heidekrautgewächs aus. Allerdings können die Blüten gerade für Kleinkinder giftig sein, daher gehören sie nicht in die Nähe von Plätzen, an denen Kinder unbeaufsichtigt spielen.

Mit einem Rhododendron sind große Farbkleckse in den Beeten so gut wie gesichert. Die Pflanzen kommen mit einer Fülle an verschiedenen Blütenformen und Farbnuancen daher, so dass man ganz nach Herzenslust eine bunte Blumenlandschaft im eigenen Garten gestalten kann. Die einzelnen Arten bedürfen höchst unterschiedlicher Pflege, immerhin sind Rhododendren sowohl in den Tropen als auch in den gemäßigten Breiten beheimatet. Bei uns findet man wilde Rhododendren vor allem in lichten Wäldern, diese bei uns gedeihenden Arten brauchen damit vor allem einen schattigen Standort und einen humusreichen, feuchten Boden.

Rhododendron im eigenen Garten pflanzen

Rhododendren pflanzt man idealerweise von April bis Anfang Mai oder von Mitte Oktober bis in den späten November an einem hellen, jedoch vor allem in der Mittagssonne weitestgehend im Schatten gelegenen Plätzchen. Lichte Nadelbäume eigenen sich besonders gut als Schattenspender, da hier genügend Sonnenlicht durch das Geäst fallen kann, der Rhododendron aber vor direkter und permanenter Sonne geschützt ist. Dabei sollte man auf Nadelhölzer mit tief reichenden Wurzeln zurückgreifen, welche die Rhododendren und deren flaches Wurzelwerk nicht stören.

Die Erde sollte nährstoffreich und kalkarm sein sowie locker aufliegen. Rhododendren brauchen zumindest bis zu einer Tiefe von einem halben Meter und etwa einen Meter zur Seite Platz, um ihre Wurzeln bequem ausstrecken zu können, während sie wachsen. Ist nur ein harter Boden im Garten vorhanden, kann man für jede Pflanze eine entsprechend große Grube ausheben und sie mit lockerem Humus über einer dünnen Sandschicht füllen. So fühlen sich die Rhododendren garantiert wohl.

Optimale Pflege von Rhododendren

Wer sich die Arbeit mit dem Austausch der Erde sparen möchte, kann auf spezielle Zuchtformen zuückgreifen, die auch auf lehmigen oder kalkhaltigen Böden gedeihen, wie Beispielsweise der Inkarho-Rhododendron. Genaue Informationen hierzu gibt es beim Fachhändler, dort sollte man sich direkt beim Kauf auch zu den speziellen Bedürfnissen der einzelnen Arten beraten lassen, denn manche sind etwas eigen, was ihre Pflege betrifft.

Generell gilt jedoch: Rhododendren benötigen regelmäßig Wasser. Dabei sollte die Erde immer gleichmäßig feucht gehalten werden, sich stauende Nässe ist unbedingt zu vermeiden. Mit fallenden Temperaturen sollte die Wasserzufuhr allmählich gedrosselt werden. Während der Blütezeit ist oftmals ein zusätzlicher Dünger nötig, hier sollte man am besten auf ein Magnesium-haltiges Granulat zurückgreifen. Vertrocknete, verwachsene und beschädigte Triebe sollte man direkt über dem Knospenansatz abschneiden, ansonsten ist der Rückschnitt nur bei Platzmangel wirklich notwendig. Insgesamt sind Rhododendren also relativ pflegeleicht und sorgen quasi von ganz allein für Farbenpracht in jedem Garten.