Die Ringelblume trägt ihren Namen aufgrund der gekringelten Samen, mit denen sie sich bei freiem Wachstum im Garten jedes Jahr selbst wieder neu aussäht. Die leuchtend gelben und orangenen Blüten bringen den Sommer herbei und nützlich sind die Blüten außerdem.

Der botanische Name der Ringelblume ist Calendula und deren heilende und pflegende Eigenschaften finden sich in vielen Pflegeprodukten wieder. Sie gehört zu den Korbblütern und ist bis auf wenige Ausnahmen nur einjährig. Sie wird nur zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch, was sie auch für eine gemischte Kübel- oder Balkonpflanzung interessant macht. Extra hierfür gibt es sie heutzutage auch mit gefüllten Blüten, die aber genauso genutzt werden können wie die einfach blühenden Arten.

Anzucht und Pflege

Woher die Ringelblume ursprünglich kommt, weiß man nicht genau. Man geht aber davon aus, dass sie früher nur im Mittelmeerraum beheimatet war und sich von dort aus über ganz Europa ausgebreitet hat. Nicht nur, dass man sie heute in regelrechten Anbaugebieten zu hunderten Exemplaren anpflanzt, sie wächst auch wild und weit verbreitet in ganz Europa. Wer Ringelblumen bei sich im Garten haben möchte, braucht nur die Samen Anfang April aussäen und der Rest passiert von ganz alleine. Man muss nicht viel beachten; Hauptsache ist, die leuchtenden Blümchen bekommen genügend Wasser. Wer sie auf dem Balkon oder der Terrasse haben möchte, der kann sie entweder ab März auf einer sonnigen Bank vorziehen oder auch direkt in die entsprechenden Kästen und Töpfe säen.

Schöne Blume:Schöne Töpfe:


Genau wie viele andere einjährigen Sommerblüher auch braucht die Ringelblume nur einmal die Woche in bißchen Dünger und regelmäßig Wasser und dies bei einem vollsonnigen Standort. Die Erde sollte ein wenig lehmig und nährstoffreich sein, dann gedeihen sie am Besten. Wer jedoch mit zuviel Stickstoff düngt, der riskiert vermehrte Blattbildung zum Nachteil der Blüten. Und egal ob man die Blüten zum Verzehr oder zur Herstellung von Salben und Tinkturen ernten will, man sollte es frühmorgens tun und die Blüten natürlich tunlichst nicht spritzen. Was den Ringelblumen gefährlich werden kann sind der echte Mehltau und Blattläuse, weil diese Viruserkrankungen übertragen können.

Nutzung der pflegenden Eigenschaften

Calendula findet sich nicht umsonst in so vielen Cremes wieder, allerdings ist hier natürlich immer der Wirkstoffgehalt der Salben ausschlaggebend. Und dieser ist natürlich umso höher, wenn man selbst Hand anlegt. Allerdings ist dies etwas aufwendig und verlangt schon ein wenig Fingerspitzengefühl. Grundlage ist die Tinktur aus den Blüten, die man mit Doppelkorn zubereitet und zwei bis drei Wochen ziehen lassen muss. Nach der Abfilterung und Umfüllung in eine dunkle Flasche kann diese Tinktur verdünnt auf Kompressen angewandt werden oder in selbstgemachte Salben eingerührt werden. Tee aus den abgesammelten Blütenblättern, den man fünf bis zehn Minuten ziehen lässt, kann man auch entweder bei Verdauungsbeschwerden oder Unterleibskrämpfen trinken oder auch äußerlich bei Hautproblemen aller Art anwenden.

Tolle Pflegeprodukte mit Ringelblume:


Abgesehen davon wird die Ringelblume auch zum Färben eingesetzt. Seit Jahrzehnten ist sie diejenige, die gezupft wird, wenn es um die Frage geht, ob man wirklich geliebt wird oder nicht. Aber man beschwört angeblich auch Gewitter herauf, wenn man die Blüten abpflückt. Lange Zeit galten die strahlenden Blüten als unverzichtbarer Bestandteil eines echten europäischen Bauergartens, denn an der Öffnung der Blüten konnten die Bauern erkennen, ob es an dem Tag regnen würde oder nicht. Hatten sich die Blüten vor sieben Uhr morgens schon geöffnet, würde die Sonne scheinen; waren sie jedoch nach sieben Uhr immer noch geschlossen, würde es Regen geben.

(Werbung)