Wie bei anderen beliebten Kräutern auch, gibt es in der Salbei-Familie ganz viele verschiedene Arten mit unterschiedlichsten Ansprüchen, Aromen und Verwendungsweisen. Am bekanntesten ist sicherlich der Salbei mit den dicken, haarigen, silbergrünen Blättern, der auch am häufigsten bei Fleisch- und Pastagerichten zum Einsatz kommt. Doch es geht auch anders.

Eine Salbeisorte gibt es auch, die man zwar nicht essen kann, die aber wunderschöne rote Blütenrispen hat, und das ist der hier abgebildete Feuersalbei. Grundsätzlich kann man aber alle anderen Salbeisorten für die unterschiedlichsten Bedürfnisse im Haushalt anwenden. Salbei hat eine antiseptische Wirkung, weshalb ein Tee aus frischem Salbei vor allem bei Beschwerden in Hals und Rachen helfen kann. Dazu schmeckt Tee aus bestimmten Salbeisorten auch einfach sehr gut.

Salbei ist vielfältig einsetzbar

Ein schönes Zitat aus dem Mittelalter geht so: „Cur moriatur homo cui Salvia crescit in horto?“ – Warum sollte ein Mensch sterben, bei dem im Garten Salbei wächst? Damit wird sehr klar, wieviel Wertschätzung das Kraut schon im Mittelalter genießen durfte. Nicht nur in Klostergärten wurden schon im Mittelalter viele verschiedene Salbeiarten angebaut und kultiviert, sondern auch in die europäischen Küchengärten zog das Kraut langsam aber sicher ein. In den Mittelmeerländern ist Salbei schon seit der Antike bekannt und beliebt. Und die Familie der Salvien ist groß, etwa 800 verschiedene Arten mit unterschiedlichen Farben und Aromen finden sich hier. Mal duften mehr die Blüten, mal die Blätter.

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Am bekanntesten ist der herkömmliche Gartensalbei. Von diesem stammen auch viele Variationen des Salbei ab, die sich in Blattfarbe und Blattform sehr ähnlich sind. Länglich rund sind sie, mit kleinen silbrigen Härchen auf Ober- und Unterseite. Alle diese Sorten sind unter anderem sehr gut für Räucherwerk einsetzbar und geben Fleischgerichten und den berühmten Gnocchi con Burro e Salvia ihren besonderen und bekannten Geschmack. Allein unter diesen Sorten gibt es welche, die rosa, weiß oder blau blühen, welche die mehr Kraft in die schmackhaften Blätter stecken und welche deren Blüten die Duftspender sind.

Besondere Salbeiarten

Es gibt neben diesen recht ähnlichen Sorten auch welche, die vom Aroma und Aussehen her ein wenig aus dem Rahmen fallen. Ananassalbei beispielsweise hat leuchtend rote Blüten, kaum bepelzte Blätter und ein fruchtiges, an Ananas erinnerndes Aroma. Gut zu verwenden für Fleisch, Tee und Süßspeisen. Fruchtsalbei bekommt große violette Blüten, die wie alle Salbeiblüten auch essbar sind, und entfaltet bei Berührung der großen, hellgrünen Blätter einen fruchtigen Duft. Auch dieser eignet sich sehr gut für Tee und auch frische Salate. Allgemein brauchen alle Salbeiarten viel Sonne und Wärme und dürfen auf keinen Fall zu feucht stehen.

Honigmelonensalbei und Zitronensalbei haben ebenfalls fruchtige Aromen, zeichnen sich aber gleichzeitig auch durch eine hohe Blühfreudigkeit aus. Chinesischer Salbei hingegen ist eines der wichtigsten Heilkräuter in der chinesischen Medizin und wird auch nur zu diesem Zwecke verwendet. Bei dieser Art sind nur die Wurzeln rot, deren Auszug klinisch erwiesen gegen Herzkrankheiten, Gehirnverkalkung, zu hohen Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Schuppenflechte, Dermatitis und einige andere Beschwerden hilft. Peruanischer Salbei hat kleine tiefviolette, fast schwarze Blüten, und sondert einen Eukalyptusduft ab. Auch sehr gut für Tee geeignet. Indianischer Räuchersalbei eignet sich mit seinem unverwechselbaren Aroma nicht nur für Räucherstäbchen, auch in der Sauna macht sich ein Aufguss aus diesem Kraut richtig gut. Muskatellersalbei eignet sich hervorragend für die Freilandpflanzung und stellt gutes Material für Winterpotpourris dar. Und es gibt noch sehr sehr viele unterschiedliche Sorten mehr.

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