Das Naschen von Beeren ist für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil des Sommers. Neben Erdbeeren und Himbeeren erfreuen sich auch Stachelbeeren großer Beliebtheit. Es gibt sowohl süße, als auch eher säuerliche Sorten, die entweder pur gegessen oder zu schmackhaftem Kompott verarbeitet werden können. Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Aufzucht unbedingt achten sollten, um eine üppige Ernte zu erhalten.


Optimale Bedingungen für die Stachelbeere

Stachelbeersträucher sollten an hellen und sonnigen Standorten gepflanzt werden. Sie dürfen jedoch nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden, da die Früchte sonst Schaden nehmen könnten. Ein heller Standort zwischen Obstbäumen ist ideal. Der Boden muss sehr nährstoffhaltig sein. Beim Einpflanzen sollte die Grube ungefähr doppelt so groß sein wie der Wurzelballen selbst. Außerdem ist es empfehlenswert, die Wurzeln etwas zu kürzen und die Pflanze dann so einzusetzen, dass die Schnittfläche nach unten zeigt. Ist bereits im Mai ersichtlich, dass es einen hohen Ertrag geben wird, kann ein Teil der Beeren gepflückt und zu Kompott verarbeitet werden. Auf diese Weise können die restlichen Beeren besser ausreifen und werden in der Regel größer. Nach der Ernte sollte die Pflanze zurückgeschnitten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Wie die meisten anderen Pflanzen sind auch Stachelbeersträucher vor Schädlingen und Krankheiten nicht gefeit. Besonders der Amerikanische Stachelbeermehltau führt häufig zu Ernteausfällen. Er zeigt sich durch einen filzartigen Überzug, der zunächst weiß, später meist braun ist. Die Triebe vertrocknen und die Früchte verkümmern. Um das zu vermeiden, müssen kranke Pflanzenteile so schnell wie möglich entfernt werden. Auch ein regelmäßiger Schnitt wirkt vorbeugend. Zu den am häufigsten vorkommenden Schädlingen gehört die Stachelbeerblattwespe, die auch bei roten und weißen Johannisbeeren vorkommen kann. Die Wespen verzehren die Blätter bis auf die Rippen, was zur Folge hat, dass die Früchte sehr klein bleiben. Großer Schaden kann jedoch wirkungsvoll verhindert werden, wenn die Larven rechtzeitig abgesammelt werden. Zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen hält die Hobbygärtner-Community weitere hilfreiche Tipps bereit.

So schmeckt der Sommer

Die Aufzucht von Stachelbeeren ist in der Regel unkompliziert und auch für Garten-Laien problemlos möglich. Voraussetzung für einen reichhaltigen Ertrag ist jedoch neben einer idealen Lage eine sorgfältige Pflege, um Parasiten und Krankheitsanzeichen frühzeitig zu erkennen und bekämpfen zu können.

Foto von: Carmen Steiner – Fotolia