Die Schokoladenblume und die Schokoladen-Kosmee, die oftmals ebenfalls als Schokoladenblume bezeichnet wird, bereichern den heimischen Garten nicht nur mit ihren hübschen Blüten, sondern vor allem mit einem süßen, verführerischen Duft, der ihren Namen alle Ehre macht.

Denn die Schokoladenblume (Berlandiera lyrata) und die Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) verbreiten ein schokoladiges Aroma, das jedoch nicht zum Anbeißen einladen soll, denn essbar sind beide Blumenarten nicht. Stattdessen finden sie als Zierpflanzen Verwendung und können bei entsprechender Pflege lange die Nasen und Augen ihrer Gärtner erfreuen. Obwohl sie sich in ihrem Namen sehr ähnlich sind und entsprechend des Öfteren miteinander verwechselt werden, gehören die beiden Blumen zu unterschiedlichen Pflanzengattungen und sind demnach nicht eng miteinander verwandt.

Berlandiera lyrata: Pflege der Schokoladenblume

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Schokoladenblume ist ein Korbblütler und gehört zu den Asternartigen. Die Staude wächst vor allem zwischen Mai und September heran, während sie sich in den Wintermonaten in die Erde zurückzieht. Sie kann etwas mehr als einen Meter in der Höhe erreichen und bildet leuchtend gelbe Blüten mit einem grünen bis hellbraunen Inneren aus, die vor allem an sonnigen Tagen intensiv nach Vollmilchschokolade duften und die Blume trotz ihres schlichten Äußeren zu einem wahren Highlight im Ziergarten machen.

Die Schokoladenblume bevorzugt einen hellen Standort, gern auch in der direkten Sonne, wobei der Boden jedoch gleichmäßig feucht gehalten werden muss. Dies gilt vor allem in der Zeit der Keimung, die nach der Aussaat zwischen drei und sechs Wochen in Anspruch nehmen kann und am besten bei einer konstanten Temperatur von 22-25°C gelingt. Im Sommer tut ein wenig Dünger der Schokoladenblume gut, im Winter dagegen bedarf sie kaum zusätzlicher Pflege, auch ihr Wasserbedarf geht hier stark zurück.

Idealerweise unterstützt man die Berlandiera lyrata bei ihrem Winterschlaf jedoch, in dem man die abgestorbenen Pflanzenteile beschneidet und die Erde über der Blume mit einer Schicht aus Mulch oder Stroh bedeckt. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, überwintert die Pflanze bei 5-10°C im Blumentopf. So kann die Schokoladenblume im Frühjahr wieder gestärkt austreiben und im Sommer erneut ihren verführerischen Duft verströmen.

Cosmos atrosanguineus: Wissenswertes über die Schokoladen-Kosmee

Cosmos atrosanguineus ist ebenfalls ein Korbblütler, gehört jedoch zur Gattung der Kosmeen, auch Schmuckkörbchen genannt. Woher sie ursprünglich stammt, ist umstritten. Fest steht aber, dass sie mittlerweile auch hierzulande als Zier- und Zuchtpflanze heimisch geworden ist, während ihre Wildform als ausgestorben gilt. Die Schokoladen-Kosmee bildet zwischen Juli und Oktober ihre samtigen, dunkelroten bis violetten Blüten aus, die ebenfalls vor allem in der Sonne ihren unverwechselbaren Duft entfalten. Hier ist es eher ein Aroma wie von Zartbitterschokolade, dass durch den Garten weht und Appetit auf eine süße Sünde macht.

Bis zu 60 Zentimeter hoch wird die Blume, die zwar einen hohen Wasserbedarf hat, jedoch recht anspruchslos bleibt, was ihren Standort angeht. Einfache Gartenerde reicht ihr als Boden, zusätzlicher Dünger ist nicht notwendig. An einem hellen, sonnigen Platz gedeiht die Schokoladen-Kosmee am besten, auf Staunässe reagiert sie dagegen empfindlich. Um die Blüte zu fördern, ist lediglich das Entfernen abgestorbener Pflanzenteile vonnöten.

Auch die Schokoladen-Kosmee kann ohne Weiteres im Blumentopf überwintert werden, in den Sommermonaten ist sie aber auch als Schnittblume für das Wohnzimmer sehr beliebt. Wichtig sowohl bei der Schokoladenblume als auch der Schokoladen-Kosmee ist das Wissen um ihren betörenden Duft, der nicht nur Gärtner anzieht, sondern auch allerlei Insekten. Wer seinen Garten mit Hummeln, Bienen und anderen nützlichen Tierchen bevölkern möchte, hat mit diesen beiden Duftpflanzen sehr gute Chancen, sein Vorhaben umzusetzen. Wer auf solch fliegenden Besuch jedoch lieber verzichtet, sollte die Pflanzen besser nur im Blumentopf im Haus züchten.