Eine echte Alternative zu herkömmlichen Stein- oder Marmorterrassen ist eine Terrasse aus Holz. Doch schon im Vorfeld sollte man beachten, für welche Sorte Holz man sich entscheidet, unterliegt der Baustoff Holz doch der Verwitterung.

Beim Bau einer Terrasse aus Holz (nachzulesen hier) ist es wichtig sich schon vor Baubeginn für die richtige Holzsorte zu entscheiden. In Betracht kommen einheimische oder tropische Hölzer. Tropische Hölzer sind in der Regel nicht nur edler, sondern versprechen auch eine längere Lebensdauer. Einheimische Hölzer hingegen schonen den Regenwald und meist auch den Geldbeutel. Zu beachten ist außerdem, dass Unterbau und Bodendielen aus dem gleichen Material sein sollten. Das ist wichtig für ein gleichmäßiges Quell- und Schwindverhalten. Bangkirai-Holz ist besonders geeignet, es überdauert ohne Behandlung mühelos über 20 Jahre. Andere Holzarten wären Sibirische Lärche, Douglasie oder Nordische Fichte.

Für den Unterbau wird ein 30 cm tiefes Bett ausgehoben und mit Schotter, Splitt und Sand ausgefüllt. Jede Schicht muss einzeln verdichtet werden. Der Untergrund sollte ein Gefälle zum Garten hin haben. Ist diese Schicht fertig, dann wird eine Lage aus Wurzelvlies aufgebracht. Das Vlies verhindert, dass Unkräuter gedheien können und irgendwann durch die Dielen durchwachsen.

Nun kann das Fundament ausgelegt werden. Hierfür eignen sich z. B. alte Gehwegplatten. Auf die Bodenplatten werden der Holzart entsprechende Balken ausgelegt. Diese sind in entsprechenden Längen und Stärken im Fachhandel erhältlich. Nach der Stärke der Holzdielen richtet sich der Abstand der Balken. Zu empfehlen ist eine Dielenstärke von 28 mm bei einem Balkenabstand von ca. 60 bis 70 cm. Die äußeren Balken sollten die doppelte Breite haben und sie sollten bündig mit den Gehwegplatten verlegt sein. Die anderen Balkenreihen sollten mittig liegen. Eine Holzterrasse muss schwimmend gelagert werden.

Die Bodendielen für Terrassen aus Holz haben an der Oberseite ein Rillenprofil, Dieses kann verschieden sein. Die Unterschiede sind aber nur eine Frage der Optik. Für die Haltbarkeit spielen sie keine Rolle. Die Dielen sollten so verlegt werden, dass zwischen ihnen eine 10 mm breite Fuge bleibt. Jede Diele wird an jeder Seite mit zwei Schrauben befestigt. Es sollte vorgebohrt, ein Versenker benutzt werden. Nur so kann der Schraubkopf sauber versenkt werden. Die Köpfe dürfen nicht überstehen. Als Schrauben verwendet man am besten Senk-Holzschrauben aus Edelstahl.

Außerdem ist es wichtig zu vermeiden, dass z.B. Mäuse in die Hohlräume unter der Terrasse eindringen können. Hierzu muss unter der Terrasse ein feinmaschiger Kaninchendraht eingezogen werden. Die nun fertige Holzterrasse eignet sich hervorragend als Grillplatz. Nun bleibt nur die Terrasse mit Mobiliar z. B. einer Gartenbank zu dekorieren und mit Pflanzen zu schmücken.