Jedes Jahr stellt sich für Gärtner erneut das Problem, die empfindlichen Rosen im Garten unbeschadet überwintern zu lassen. Egal ob Stamm-, Beet-, Strauch- oder Kletterrosen: Einige Tipps, welcher Winterschutz auch bei klirrendem Frost und Schnee der am besten geeignete ist, sind für alle Rosen anwendbar und leicht zu befolgen.

Zuoberst gilt zu beachten, dass der letzte Rosenschnitt mit dem zeitgleichen sorgfältigem Entfernen abgestorbener Blätter oder Triebe frühzeitig vorzunehmen ist, spätestens in den letzten Herbsttagen und unbedingt vor dem ersten Nachtfrost. Ab August sollte man alle Rosen auch nicht mehr Düngen, um ein weiteres Austreiben eventuell bis in die ersten Nachtfröste hinein zu verhindern.

Winterschutz für Rosen im Garten

Um bei allen Rosensorten die Wurzeln zu schützen, wird die Triebbasis und auch die tiefliegende Veredelungsstelle bei flachen Beetrosen großzügig (ca. 15-25 cm) am besten mit gut gelockerter Gartenerde angehäufelt. Bei Kübelrosen im Garten muss darauf geachtet werden, dass das Gefäß rundherum mit isolierenden Schutzmatten aus z. B. Noppenfolie, Stroh, Jute, Bast, Kokosfasern oder speziellem Wintervlies eingewickelt wird und am besten eine sog. Winterschutz-Scheibe oben um den Rosenstamm gelegt wird, der das Wurzelwerk zusätzlich schützt.

Die Kronen und Äste bei z. B. Strauchrosen müssen ebenfalls atmungsaktiv (um Fäulnis durch Kondenswasser zu vermeiden – Pilzbefall!) verpackt werden, um das Erfrieren der Triebe zu verhindern. Hierfür eignen sich Schutzhüllen aus Jutegewebe, Nadelholzreiser oder die erwähnten Wintervliese. Weitere Informationen gibt es zum Beispiel hier: http://www.baldur-garten.de/unterkategorie/Strauchrosen/Rosen/Strauchrosen/detail.html

Mit Laub oder Stroh den Rosenstamm schützen

Dem Rosenstamm ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen, da er bei Temperaturschwankungen im Winter leicht Spannungsrisse erhalten kann. Zudem sollte man auch den Stamm gut 20 cm hoch mit gelockerter Erde anhäufeln. Zusätzlich darauf verteiltes Laub oder Stroh bilden ein weiteres isolierendes Polster. Die Veredelungsstellen bei Stamm- und Strauchrosen lassen sich leicht mit dicken Jutebändern umwickeln oder speziellen Rosenschutzvliesen für den Winter.

Zusammenfassend gilt für alle Rosengewächse, die man schadfrei überwintern lassen möchte: Im Herbst pflanzen, Wurzelwerk, Veredelungsstellen und Kronen immer durch atmendes, aber starke Temperaturschwankungen und Sonne (ist im Winter in der Kombination mit Frost gefährlich für die Triebe) abhaltendes Material schützen. Dabei auch nicht den Stamm vergessen! Kommt das Frühjahr, wird der Winterschutz sorgfältig entfernt, am besten nicht vor April. Die Erfahrungswerte vieler Rosenzüchter zeigen, dass der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, wenn die Forsythien blühen.

Wenn das Frühjahr gekommen ist und der Winterschutz entfernt, kann man eigentlich auch direkt die Rosen beschneiden, denn diese Jahreszeit ist dafür am besten aber man sollte unbedingt darauf achten, wie und was man an der Rose beschneiden möchte… es wäre schade, wenn die Rose bravorös den Winter überstanden hat aber durch das falsche Beschneiden keine Blütenpracht zum Vorschein kommt.