Der Bau eines Koiteiches erfordert ganz andere Denkansätze als ein naturnah angelegter Gartenteich.
Besonderes Augenmerk gilt der Planung, um das natürliche Gleichgewicht – besonders in einem Koiteich – zu erhalten, da die ständige künstliche Belastung, wie beispielsweise zu hohe Futtergaben, das natürliche Gleichgewicht schnell durcheinander bringt.

Zuerst wird die Planung in einer Skizze festgehalten und anschließend der Umriss des Teichs an der entsprechenden Stelle im Garten markiert. Dann schlägt man Pflöcke (zum Beispiel Dachlatten) im Abstand von ca. einem Meter auf der Umrisslinie entlang in den Boden. Anschließend wird die Höhe mittels einer Schlauchwaage ausgemessen und an den Pflöcken markiert.

Vor Baubeginn sollte man sich über die Art des verwendeten Materials im Klaren sein. Die stabilste und dauerhafteste Methode ist der gemauerte oder betonierte Fischteich. Diese Bauart hat sich vor allem im Herkunftsland des Koi-KarpfensJapan – durchgesetzt.

Die ideale Teichtiefe liegt bei 1,80 – 2,00 Meter. Beim Ausheben der Grube sollte auch gleich die Vertiefung für den Filters (je nach Filtergröße) berücksichtigt werden. Anschließend werden Stahlbaustäbe an der zukünftigen Teichwand entlang in den Boden getrieben. Sie dienen zur Verstärkung der Wände und stabile Verbindung zur Bodenplatte. Nun verlegt man die Bodenabläufe. Ihre Enden sind später die tiefsten Stellen des Teiches. Dann erfolgt das Gießen der Bodenplatte mit wasserfestem Beton.
Ist dieser getrocknet, kann mit dem Mauern der Teichwände begonnen werden. Anschließend wird der Raum zwischen Erdreich und Mauer mit Rollkies aufgefüllt. Beim Verlegen der Rohrleitungen ist wichtig, dass mindestens ein Rohr über und eines unter der Wasseroberfläche endet, aus Gründen der Sauerstoffzufuhr (auch im Winter). Nun wird die Teichwand verputzt und nach Trocknung mit einer Bitumen-Latex-Emulsion wasserdicht gestrichen.

Nun ist die Zeit für das Gestalten um den Teich herum und die Befüllung gekommen.