Zwiebeln (Allium cepa) werden vorbeugend gegen Pflanzenkrankheiten und für ein besseres Wachstum in Mischkultur gehalten. Es ist kaum zu glauben wie viel Gedanken sich manch ein Gärtner um dieses übel riechende Gemüse macht. Die Zwiebel wird roh oder gegart gegessen, der Saft ist Medizin bei jeder Krankheit.

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Die Zwiebel ist ein Schwachzehrer. Sie steht also in der drei – jährigen Fruchtfolge an letzter Stelle. Sie harmoniert besonders mit Mohrrüben und Erdbeeren. Zwiebeln und Mohrrüben wehren gegenseitig Zwiebel– und Möhrenfliege ab. Eine Mischkultur mit Kamille ist besonders gut fürs Aroma und fürs Wachstum der Zwiebel geeignet. Dieses Kraut vertreibt außerdem Bodenschädlinge. Wilder Majoran hält Ameisen fern und schützt das Laub vor Mehltau. Andere Pflanzen, die sich besonders gut für eine Mischkultur eignen sind z. B. Bohnenkraut, Gurken, Dill, Petersilie und die Ringelblume. Als schlechte Nachbarn gelten Radieschen, Bohnen oder Kohlrabi. Zwiebeln werden oft von Spinnmilben befallen. Abhilfe schaffen hier Nützlinge wie Raubmilben. Staunässe unterbindet man durch Wahl eines luftigen Standorts. Ist die bebaute Fläche von einer Pflanzenkrankheit betroffen, dann ist ein weiterer Anbau von Zwiebeln in den nächsten Jahren zu vermeiden. Vertreter der Liliengewächse oder z. B. Kartoffeln sind auch über mehrere Jahre nicht als Vorfrucht anzubauen.

Die Zwiebel selber kommt auf kargen Böden mit wenigen Nährstoffen zurecht. In Frage kommen stickstoffärmere Böden. Eine Düngung mit frischem Stallmist ist wegen der Fliegen und Maden verboten. Der Dung sollte beim Aufbringen vollständig verrottet sein. Besser ist hier eine Gründüngung. Die Zwiebel benötigt Kalium und Phosphor. Sie mag es sonnig, warm aber auch nicht zu trocken. Man unterscheidet zwischen Frühlings- und Herbstzwiebeln. Zwiebeln können aus Samen gezogen, gesteckt oder gepflanzt werden. Am bekanntesten ist wohl das Stecken der Zwiebel. Die Wachstumszeit ist stark verkürzt und die anfällige Phase der Jungpflanzen wird vermieden. Zwiebeln setzen sich nur schwach gegen Unkräuter durch. Schon im Vorfeld sollte eine unkrautarme Fläche gesucht werden. Größere Flächen können abgeflammt werden. Oft ist ein mehrmaliges Jäten von Hand nötig.

Geerntet werden die reifen Früchte bei trockenem Wetter. Die Zwiebeln sind in Bunde an einem luftigen Ort zum Trocknen aufzuhängen. Eine andere Variante ist das Binden und Aufhängen von Zöpfen.

Zwiebelsaft gilt als Zartmacher von Fleisch. Viele Speisen erhalten durch Beigabe von Zwiebeln einen pikanten Geschmack. Besonders im Winter ist der Zwiebelsaft bei Husten und Halsschmerzen ein beliebtes Hausmittel. Dieser wird durch Aufkochen der Zwiebeln mit Zucker und Wasser gewonnen. Beim Kochen werden viele Vitamine zerstört. Deshalb ist das Zubereiten von Sirup aus gewürfelten Zwiebeln und Honig sinnvoller. Ist gerade mal kein Honig im Haus, dann kann zur Not auch auf Zucker zurückgegriffen werden. Der Sirup hat verschiedenste Anwendungsgebiete. Am bekanntesten sind Anwendungen bei Erkältungskrankheiten, aber auch als Antibiotika und Entzündungshemmer.

Die Zwiebel ist auch zur äußeren Anwendung bei Ohrenschmerzen oder bei Blasenentzündungen geeignet. Die Knolle würfeln, in ein Tuch wickeln und auf die betroffene Stelle legen. Das soll auch bei Ohrgeräuschen helfen.