Nicht nur bei der Kleidung, sondern auch bei den Pflanzen gibt es so etwas wie Trends und Moden. Bestimmte Pflanzen waren früher viel mehr verbreitet als heute, andere wiederum erleben jetzt eine neue Renaissance. Die Ranunkel wird auch als falsche Rose bezeichnet und ist im Frühjahr eine sehr beliebte Pflanze, vor allem in Sträußen und Brautschmuck.

Ranunculus heisst eigentlich Fröschlein, wobei nicht ganz klar ist, woher diese Bezeichnung kommt. Denn die etwas eigentümlich aussehenden Knollen, die im März/April eingepflanzt werden, sehen eigentlich eher aus wie kleine Klauen. Wichtig bei Ranunkeln ist, dass sie Knollen vor dem Einpflanzen eine bestimmte Zeit in wasser gelegt werden müssen, damit sie sich damit aufsaugen. Anschließend kommen sie mit den Spitzen nach unten ca. 5 Zentimeter tief in die Erde. Ranunkeln können einjährig gehalten werden, man kann die Knollen bis zum nächsten Frühjahr wieder einlagern.

Tolle Schnittblumen für Vasen und Gestecke

Nicht umsonst sind Ranunkeln in rosa, weiß und rot sehr beliebt bei exquisiten Blumengestecken und Brautsträußen, da sie mit ihren dicken Blütenknollen lange frisch bleiben und gleichzeitig fast wie kleine Röschen aussehen. Am längsten halten sie, wenn man sie schneidet, sobald die Blütenblätter in der Mitte noch komplett geschlossen sind. Dann haben sie in der Vase Zeit, sich zu öffnen. Es gibt neben den normalen Sorten der ranunculus asiaticus auch Riesenranunkeln, die höher als 40 cm wachsen. Passende Begleitpflanzen sind beispielsweise Gänsekresse und Blaukissen, denn das leuchtende Blau unterstreicht sehr schön die pastelligen Töne der Ranunkeln. Normalerweise werden diese in Farbmischungen angeboten, wo von gelb über orange bis rot alles vertreten ist, wer aber nur eine Farbe haben will, kann diese auch im Fachhandel bekommen.

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Ranunkeln sind nicht frosthart, deshalb sollte man sie auch erst März bis April rauspflanzen. Besser noch, man kann sie in der Wohnung oder einem kleinen Gewächshaus vorziehen, damit bis Mitte Mai robuste Pflänzchen herangewachsen sind. Diese blühen dann auch eventuell schon früher, obwohl die eigentliche Blütezeit der Ranunkeln von Mai bis Juni ist. Entweder man lässt sie gemeinsam mit anderen Pflanzen Balkonkästen zieren, oder aber man stellt sie solo mit mehreren Exemplaren in einem Kübel zur Schau. Im richtigen Garten fühlen sie sich grundsätzlich am wohlsten, wenn sie genug Sonne haben und einen feuchten, nährstoffreichen Boden.

Heute ist die Ranunkel wieder sehr beliebt

Ursprünglich kommt diese Pflanze aus dem Orient, wie auch ihr botanischer Name schon verrät. Im 16. Jahrhundert wurde sie von der Türkei aus nach Großbritannien eingeführt, wo sie sich schnell zu einer der beliebtesten Zierpflanzen mauserte. Sie hatte damals den gleichen Stellenwert wie die Tulpen heute, zumindest was die Sträuße im Frühjahr betraf. Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich aber der Trend und für eine gewisse Zeit gerieten die leuchtenden Blütenknollen ziemlich in Vergessenheit. Heutzutage ist es aber wieder anders und viele Gärtnereien bieten schon im April vorgezogene Ranunkeln an, mit denen man seinen Balkon oder Terrasse schmücken kann.

Die wilde Ranunkel blüht eigentlich einfach, aber die meisten Züchtungen heutzutage bringen wunderschön gefüllte Blüten hervor, wobei die päonienblütigen Ranunkeln meistens als bunte Prachtmischungen angeboten werden. Im Sommer und Herbst stirbt das Grün der Pflanze langsam ab, sobald die letzten Blüten verblüht sind. Dann kann man für eine mehrjährige Haltung die Knollen wieder ausgraben und an einem frostfreien, dunklen und trockenen Ort lagern. Mit etwas Glück haben sich an den Knollen auch kleine Brutknöllchen gebildet, die man für die Vermehrung der schönsten Exemplare abtrennen kann.

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