Bauernregel sind über Jahrhunderte hinweg beobachtete, gesammelte und weitergegebene Weisheiten, die sich auf das Wetter und die zukünftige Ernte beziehen. Berücksichtigt man regionale Unterschiede und Klimaverschiebungen, liegt man mit Bauernregeln zur kurzfristigen Wettervorhersage oft richtig.


Gerade im Sommer waren Erfahrungswerte zur Vorhersage des Wetters und der Ernteerträge für frühere Generationen wichtig. Dabei müssen jedoch regionale Unterschiede und Wetterverschiebungen über die Jahrhunderte berücksichtigt werden. Sonst können sich die Regeln, die sich auf die gleichen Lostage beziehen, auch widersprechen.

Bauernregeln von Juni bis September

Bringt der Juni heiße Glut, wird auch der September gut.
Ist der Siebenschläfer (27. Juni) nass, regnet es ohne Unterlass.

Wie das Wetter am Siebenbrüdertag (10. Juli), es sieben Wochen bleiben mag.
Was die Hundstage (23. Juli bis 24. August) gießen, muss die Traube büßen.

Stellt im August sich Regen ein, so regnet es Honig und guten Wein.
Wie das Wetter am Maria Himmelfahrtstag (15. August), so der ganze Herbst sein mag.

Auf Lambert (18. September) hell und klar, folgt ein trockenes Jahr.
Sind um Michael (29. September) die Vögel noch hier, haben bis Weihnacht lindes Wetter wir.

Weitere Faustregeln

Die bekanntesten und sichersten Regeln beziehen sich jedoch auf sehr kurzfristige Wettervorhersagen:

Mit Morgenrot Schlechtwetter droht.

Abendrot ist ein Gut-Wetter-Bot.

Diese beiden Regeln stimmen meistens, denn bei uns wird das Wetter oft durch die Westwinde bestimmt. Bei Morgenrot, wenn die Sonne im Osten steht, muss es dort klar und im Westen bewölkt sein. Also kommt schlechtes Wetter auf. Beim Abendrot muss es im Westen klar sein und im Osten ziehen die Wolken ab. Also gibt es am nächsten Tag schönes Wetter.