Der Sommer ist vorbei, die Temperaturen sinken und doch möchte man nicht auf ein bisschen Farbenfreude und Schönheit in seinem Leben verzichten. Der Blick nach draußen zeigt Bäume, die ihre Blätter (bald) verlieren. Lässt sich der Ausblick vom Balkon doch noch versüßen?

Winter am Balkon: Die Geranien sind verblüht, die Tomaten geerntet, die Sonnenblumen oder was noch von ihnen übrig ist, lassen ihre Köpf hängen und irgendwie sieht alles doch eher trist und grau aus. Es sollte doch möglich sein, einen schönen Balkon zu gestalten ohne gleich zum Tannenbaum zu greifen. Gibt es Winterpflanzen für den Balkon, die den Frost überstehen und nicht gleich nach Weihnachtsstimmung oder einer Hecke aussehen? Es gibt sie, doch bei der Farbenvielfalt müssen wohl ein paar Abstriche gemacht werden. Oder?

Winterpflanzen: Die grünen Balkonklassiker

Die klassischen und wohl auch beliebtesten Winterpflanzen sind die sogenannten Zwergnadelgehölze, da sie erstens immergrün und zweitens äußerst robust sind. Zu den Zwergnadelgehölzen gehören beispielsweise Fichten (Picea), Formen der Scheinzypresse (Chamaecyparis) oder auch Wacholder (Juniperus). Zwar sind diese Pflanzenarten robust und „frosterprobt“, doch sie bringen nicht allzu viel Farbe auf den Balkon außer Grün.

Darf’s ein bisschen mehr Farbe sein?

So lassen sich vielleicht die Zwergnadelgehölze mit einigen anderen winterfesten Pflanzen kombinieren und schon strahlt der Balkon ein bisschen mehr Lebensfreude aus.

Hier gibt es einige Möglichkeiten, wie z.B. die Scheinbeere (Gaultheria) und auch die Skimmie (Skimmia japonica), die sich für etwas mehr Farbe anbieten. Die Scheinbeere trägt im Winter bronzerotes Laub, ist geziert mit roten Beeren und erblüht im Frühjahr mit weißen bis hell rosa Blüten. Auch die Skimmie ist als farbiger Hingucker geeignet, denn ab dem Herbst hat sie rote Blütenknospen, die wenn sie sich im Frühling öffnen, cremefarben erblühen.
Wenn diese Pflanzen den Winter trotzdem nicht überstanden haben sollten, bleibt noch immer der gute, verlässliche Freund, Herr Efeu.