Weihnachtsstern © Fotolia.com

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Jetzt findet man sie wieder in allen Größen und möglichen Farben in den Läden. Es gibt sie in rot, in weiß und in rosa, manche Sorten sind sogar zweifarbig. Sie sind beliebte Zimmerpflanzen für die Vorweihnachtszeit u.a. als Christbaumschmuck und auch bekannt unter den Namen Adventsstern, Poinsettie und Christstern. Die Rede ist vom Weihnachtsstern.

Dabei handelt es sich um eine Pflanzenart der Wolfsmilchgewächse, weshalb sie auch leicht giftig sind. Aber selbst wenn der liebe Nachwuchs mal ein Blatt davon in den Mund nehmen sollte, richtet der Weihnachtsstern nicht mehr als Übelkeit oder Magengrimmen an. Die schönen roten Blätter, aufgrund derer die Pflanze ihren Namen hat, sind auch gar keine Blütenblätter, sondern farbige Brakteen, sog. Hochblätter, die um die eigentlichen kleinen Blüten herum angeordnet sind.

Geschichte und Herkunft

Der lateinische Name dieser Pflanze lautet Euphorbia pulcherrima, wobei letzteres sich von lat. pulcher ableitet, und in diesem Fall „die Schönste“ bedeutet. Die Bezeichnung Poinsettie wird nur ab und zu noch von Gärtner benutzt, und leitet sich vom früheren Gattungsnamen ab, der wiederum nach dem US-amerikanischen Botschafter in Mexiko namens Poinsett benannt wurde, welcher die Pflanze zu Beginn des 19. Jahrhunderts erstmals in den USA einführte. In Mittel- und Südamerika kommt die Pflanze nahezu überall vor. Weil man sie in Form einer Zierpflanze auch in andere tropische Länder eingeführt hat, verwilderte sie auch dort und findet sich deshalb auch in Afrika, Asien und Australien wieder. Sogar im Mittelmeergebiet kann man sie wild wachsen sehen. Bei den Azteken hieß sie Lederblume und Moctezuma II bezeichnete sie angeblich als seine Lieblingsblume. Schon Humboldt brachte um 1804 herum Exemplare nach Europa.

Nachdem sie so also bekannt und verbreitet wurde, etablierte sie sich aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts dank einer Auswandererfamilie in Kalifornien als Weihnachtsblume. Man bekam ihn auch zu der Zeit nur als Schnittblume. Erst in den 50er Jahren waren die deutschen Züchter so erfolgreich, dass man die eigentlich tropische Pflanze auch im Topf als Zimmerpflanze halten kann. Was allerdings nicht so einfach ist, weshalb viele die mehrjährigen Pflanzen nach vier Wochen gerne wegschmeißen, obwohl sie viel länger Freude daran haben könnten.

Pflegehinweise für die Zimmerhaltung

Zum Advent kommt der Weihnachtsstern bei uns in diversen Größen in den Handel. Je nach Größe und Trieben kostet er auch unterschiedlich. Sogar Hochstämmchen sind mittlerweile zu bekommen. Verkauft werden die Pflanzen erst, wenn sie Blüten gebildet haben, um welche herum dann auch die farbigen Brakteen zu sehen sind. Die Kultivierung dieser für unsere Breiten gezüchteten Exemplare ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man zwei Dinge beachtet: sonniger Standort und nicht zu häufig gießen. Steht sie im Halbschatten, wirft sie ihr buntes Laub gerne ab. Beim Gießen ist zu beachten, dass das Substrat immer wieder austrocknen muss, bevor neu gegossen wird. Die meisten Sterne gehen ein, weil die Wurzeln wegen zu häufigem Gießen verfaulen und die Blätter gelb werden, was viele noch mehr gießen lässt. Tauchbäder haben sich hier hingegen als sehr effizient erwiesen, was die Bewässerung angeht. Zwischen den Tauchbädern sollte immer gewartet werden, bis das Substrat wieder fast ganz trocken ist.

Blüht der Weihnachtsstern, sollte die Umgebungstemperatur zwischen 15 und 22 Grad betragen. Liegt sie deutlich drüber, fängt er an zu vergilben; liegt sie jedoch deutlich drunter, lässt er sein Laub fallen. Ein geschützter Platz vor Zugluft wäre ebenfalls wichtig, genauso wie eine gute Düngung mindestens einmal wöchentlich. Und wenn Sie jetzt noch darauf achten, dass die kleinen Blüten beim Kauf noch nicht abgefallen sind, werden Sie wirklich lange Freude an Ihrem Weihnachtsstern haben.