Schnecken wissen, was schmeckt. Der liebevoll aufgezogene Salat ist schnell über Nacht dahin, genauso wie Blätter, Stängel und Früchte anderer Gartengemüsearten im Gemüsegarten. Die verzweifelte Hobbygärtnerin oder der grummelnde Hobbygärtner greifen nicht selten hart durch. Bei Futterraub werden oft brutal Messer, Scheckenkorn oder Bierfalle eingesetzt.


Es gibt allerdings auch Hausmittel gegen Schnecken die tierfreundlich und menschlich zugleich sind. Schnecken sind äußerste feuchtigkeitsbedürftige Geschöpfe und in der warmen Jahreszeit nach kräftigem Regenguss besonders gerne in der feuchten Erde des Beets unterwegs. Die sogenannten „Schädlinge“ sind Allesfresser die Pflanzenmaterial zersetzen und in kostbaren Humus verwandeln – damit auch sehr nützlich für den Gemüsegarten. Auch vor dem Verzehr von Aas und Kot schrecken sie nicht zurück und dämmen so die Verbreitung von Seuchen ein. Dadurch unterstützen sie den Erhalt der Artenvielfalt.

Tierfreundliche Methoden gegen Schnecken

Doch gibt es Hausmittel gegen Schnecken, die tierfreundlich sind? Ja: Was Schnecken nicht mögen sind Gewächse wie Lavendel, Thymian, Nachtkerze, Pfingstrose, Eisenkraut, Gartennelken, Kapuzinerkresse. Ein einfaches Hausmittel gegen Schnecken ist daher das Pflanzen eines natürlichen „Schneckenzauns“ mithilfe der Schnecken abschreckenden Stauden und Blumen. Auch das Sichern des Garten durch hölzerne, speziell gebogene Schneckenzäune, auch aus Kunststoff und Blech erhältlich, ist ratsam und zahlt sich aus. Eine weitere Methode heißt: Handschuhe an, dann Hand anlegen und die schleimigen Kriecher aufsammeln und weit weg tragen – bekanntlich dauert es seine Zeit bis sie zurück sind. Sehr effektiv sind nicht zuletzt ihre natürlichen Fressfeinde wie beispielsweise Igel, Frösche, Kröten, Singvögel und Hühner. Doch da die nicht immer in der Nähe sind, bleibt der Schneckenzaun in allen Varianten die einfachste Lösung gegen die im Grunde nützlichen Schädlinge.