Die Hamamelis intermedia, Vielen besser bekannt unter ihrem volkskundlichen Namen „Zaubernuss“, kommt als Strauch oder kleiner Baum daher und bringt mit ihren ungewöhnlich geformten Blüten nicht nur Farbe in den eigenen Garten.

So ist die Hamamelis intermedia eine nicht ganz alltägliche Zierde, doch hübsch ist die Zaubernuss allemal. Vor allem in der kalten Jahreszeit treibt sie die Tristesse aus dem Garten, schließlich überstehen ihre strahlend rot oder gelb gefärbten Blüten sogar schwere Frosteinbrüche. Sie mögen zuweilen etwas mitgenommen aussehen, wenn das Winterwetter allzu erbarmungslos zugeschlagen hat, doch sie erholen sich erstaunlich gut und sorgen dann wieder für ein paar seltene Farbtupfer inmitten der Winterlandschaft.

Hamamelis intermedia: Die Zaubernuss pflanzen

Die Hamamelis intermedia kann eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen und durchaus ausladend werden, daher braucht sie einen entsprechend geeigneten Platz. Jedoch hat sie einen recht langsamen Wuchs, was sie in der Anschaffung nicht ganz billig macht. Meist als Solitär gepflanzt bevorzugt die Zaubernuss einen möglichst kalkfreien Boden, der nur mäßig nährstoffreich, dafür aber vor allem im Sommer stets leicht feucht sein muss. Staunässe ist jedoch unbedingt zu verhindern. Da die Zaubernuss in ihrem natürlich Umfeld vor allen in lichten Wäldern zu finden ist, tut ihr auch im Garten ein halbschattiger bis sonniger Platz besonders gut.

Pflege der Zaubernuss: Hamamelis intermedia schneiden und vermehren

Die Zaubernuss hat an ihren Blüten, die sich in unseren Breitengraden von Dezember bis März zeigen, nur schmale, zusammengerollte Blütenblätter, jeweils vier an der Zahl. Sie stehen jedoch in kleinen Büscheln dicht beieinander und formen so ein eigentümliches, aber sehr lebhaftes Bild. Damit genau dieses möglichst gut zur Geltung kommt, darf die Zaubernuss in den Sommermonaten nicht austrocknen, sonst kann die Blütenbildung stark gestört werden. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nur bedingt nötig, wichtig ist vor allem das Entfernen abgestorbener Zweige und eventuell ein leichtes Auslichten der Blütenstände.

Die Aussaat der Zaubernuss, die im Herbst erfolgen sollte, dagegen erweist sich durchaus als schwierig, einfacher ist es daher, mit Setzlingen zu arbeiten. Zur Vermehrung dagegen kann man relativ leicht vitale, biegsame Zweige, am besten in Bodennähe gewachsen, als Absenker in die Erde einbringen, also den gebogenen Zweig etwa 10 bis 20 Zentimeter tief so eingraben, dass seine Spitze noch aus dem Erdreich herausschaut. Der Mittelteil muss dabei blattfrei sein. Sollte sich der Zweig als störrisch erweisen, genügt zur Fixierung ein schweres Brett über dem eingegrabenen Gehölz, eine kräftige Astgabel oder ein Zelthering. Mit ein wenig Geduld kann man so die Wurzelbildung anregen und dem Absenker als Setzling schließlich einen eigenen Stammplatz im Garten suchen.